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Montag, 07.12.2015

Das fliegende Vereinsheim

Ein Freitaler Verein stand ohne Räume da. Der Vorsitzende suchte nach einer Lösung und fand diese in Glashütte.

Von Tobias Winzer

Der Container schwebte am Freitag über dem Festplatz.
Der Container schwebte am Freitag über dem Festplatz.

© Andreas Weihs

Freital. Der Heimatverein in Freital-Kleinnaundorf bekommt endlich einen eigenen Vereinsraum – und das in Form eines Baustellen-Containers. Per Tieflader wurde das Teil am Freitagnachmittag aus Glashütte an die Steigerstraße gefahren und mit einem Kran auf den dortigen Festplatz gehievt. „Wir mussten uns etwas einfallen lassen“, sagt der Vereinsvorsitzende Thomas Käfer, der auch Ortsvorsteher von Kleinnaundorf ist. „Wir haben ja keine Alternativen.“

Denn der Raum wird dringend gebraucht. Derzeit gründet sich ein Seniorenklub. Ab Frühjahr will Käfer eine Kinder- und Familienwerkstatt starten. Bislang mieteten sich die 40 Mitglieder des Vereins in der alten Dorfschule ein. Doch die wird seit Sommer als Ausweichquartier für die Wurgwitzer Grundschule genutzt. Die Zahl der freien Räume ist begrenzt. Der Container wird eine Zwischenlösung sein. Der zwölf Meter lange Kasten wird gedrittelt in ein Lager, einen Vereinsraum und einen Sanitärtrakt. Die Toiletten können dann auch während des alljährlichen Seifenkistenrennens im Spätsommer genutzt werden.

In den kommenden Wochen wollen die Vereinsmitglieder den Container, der in Glashütte einem Verein gehörte und nicht mehr genutzt wurde, entkernen und auf Vordermann bringen. Dafür werden noch Helfer gesucht. Im Frühjahr wird der Kasten dann noch einmal wenige Meter an seinen endgültigen Platz verschoben. Die Stadt sorgt bis dahin für einen Wasser- und Stromanschluss. Käfer hat unterdessen große Pläne. Neben dem Festplatz soll irgendwann einmal ein Kultur- und Freizeitzentrum mit Bowlingbahn entstehen. Das Problem mit den fehlenden Vereinsräumen hätte sich dann erledigt.