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Montag, 03.09.2018

Copitzer feiern Schützenfest

Von Jürgen Schwarzund Andreas Reiche

VfL-Jubel nach dem 2:0 durch Florian Glöß (Zweiter von links). Am Ende stand es 6:0 gegen Aufsteiger Mittweida. Foto: Marko Förster
VfL-Jubel nach dem 2:0 durch Florian Glöß (Zweiter von links). Am Ende stand es 6:0 gegen Aufsteiger Mittweida. Foto: Marko Förster

© Marko Förster

Der VfL Pirna-Copitz 07 hat in seinem ersten Landesliga-Heimspiel der Saison 2018/19 ein Schützenfest gefeiert. Vor 140 Zuschauern im Willy-Tröger-Stadion wurde Neuling SV Germania Mittweida regelrecht überrollt (6:0).

Natürlich präsentierten sich die VfL-Trainer Frank Paulus und Enrico Mühle nach dem Abpfiff bestens gelaunt. „Mit dem Auftritt bin ich rundum zufrieden“, meinte Paulus. „Und wenn wir unsere Konter im zweiten Durchgang noch effektiver zum Abschluss gebracht hätten, wäre für die Gäste auch eine zweistellige Niederlage denkbar gewesen“, ergänzte Mühle.

Die Gastgeber starteten wild entschlossen ins Spiel. Die Auftaktniederlage in Lößnitz (0:3) sollte schnell aus den Köpfen. Beleg dafür war die Doppelchance nach 120 Sekunden. Der Kopfball-Aufsetzer von Florian Glöß sprang von der Lattenunterkante zurück ins Spielfeld, den Nachschuss von Eric Prentki parierte Germanias Schlussmann Nico Kaiser mit einem hervorragenden Reflex. Danach standen die Gäste tief und diszipliniert. „Meine Mannschaft hat bis zur Pause nicht viel zugelassen“, sah Gäste-Coach Uwe Schneider seine taktische Marschroute „gut umgesetzt“. Kurz vor dem Pausenzeichen war es dann aber doch passiert, Florian Glöß schob zum hochverdienten Führungstreffer (42.) für den VfL ein.

Einwechsler Heine trifft doppelt

Dem zweiten Treffer der Copitzer ging ein „Riesenklops“ von Torwart Kaiser voraus. Germanias Schlussmann säbelte über den Ball und Florian Kärger schob zum 2:0 (55.) ein. Der Aufsteiger, um Resultatskosmetik bemüht, investierte nun mehr in sein Offensivspiel – und bot den Hausherren damit viele Räume an. Nach dem 3:0 durch Stefan Höer (74.) brachen bei den Mittweidaern sämtliche Dämme. „Da ging dann einiges zu schnell für uns“, gestand Schneider. Die VfL-Kicker spielten nun mit den auch konditionell überforderten Gästen regelrechtes Rasenschach. Der eingewechselte Sebastian Heine durfte sich noch zweimal in die Torschützenliste eintragen (79., 88.) und John-Benedikt Henschel verwandelte einen Foulelfmeter sicher (84.). „Jetzt freuen wir uns auf die Pokalaufgabe am Sonnabend in Dresden bei der SG Striesen Die werden wir mit dem gleichen Elan angehen“, versprachen Mühle und Paulus übereinstimmend.“

Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz gewann sein erstes Heimspiel der Saison gegen Eintracht Niesky mit 3:1. Vor der Pause hatte Torhüter Michael Leszek Mikolajczuk das 0:1 durch Nieskys Spieler-Trainer Jiri Sisler noch verhindert (29.), aber in der 62. Minute war er gegen den Tschechen machtlos. Einheit antwortete furios. Ein herrlicher Treffer von Philipp Schmidt führte zum Ausgleich (74.), danach machten Christoph Am Ende (81.) und Rico Tänzer (90.+1) Nägel mit Köpfen. Kurz vor der Partie hatten die Lessingstädter noch die Verpflichtung von Marcel Hänsel bekannt gegeben. Der 20-Jährige kommt vom Kamenzer Kooperationspartner, Regionalligist Bischofswerdaer FV.

Großenhain gewinnt in Chemnitz

Unentschieden endete das Duell zwischen dem Radebeuler BC und Aufsteiger FSV Neusalza-Spremberg. Die Gäste nutzten einen individuellen Fehler der Hausherren (Kopas) zur Führung durch Marius Riedel (27.) - A-Junior Paul Richter markierte den Ausgleich (45.+3). „Wir mussten vier Stammspieler ersetzen und daher bin ich mit der Leistung einverstanden“, schätzte RBC-Trainer Matthias Müller ein.

Die BSG Stahl Riesa bleibt weiter ohne Punkt. Die Heimpartie gegen den FC Grimma ging mit 1:3 (0:1) verloren. Norman Gründler hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Die Muldestädter übernahmen die Tabellenführung. Der amtierende Vizemeister Großenhainer FV behielt am Sonntag beim BSC Rapid Chemnitz mit 2:0 (1:0) die Oberhand. Beide Treffer gingen auf das Konto von Paul-Konrad Witschel (20., 75.).