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Donnerstag, 04.10.2018

Copitzer Aufholjagd belohnt

Von Jürgen Schwarz

Im letzten Moment hat der VfL Pirna-Copitz am 6. Spieltag der Fußball-Landesliga die dritte Saison-Niederlage abgewendet. Im Heimspiel gegen den amtierenden Vizemeister Großenhainer FV lag die Mannschaft des Trainerduos Frank Paulus und Enrico Mühle vor 110 Zuschauern bereits mit 0:2 zurück, rettete aber noch einen verdienten Zähler (2:2).

Die Gäste waren mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch im Willy-Tröger-Stadion angereist, denn die 0:1-Derby-Niederlage gegen Stahl Riesa (Tor in der 90. Minute) hatte ihre Spuren hinterlassen. Zwar sorgten die Gastgeber für die erste verheißungsvolle Offensivaktion (Höer traf den Pfosten/8.), aber Paul Konrad Witschel erzielte auf der Gegenseite das frühe 1:0 (15.). Anschließend war es Torsten Marx, der VfL-Keeper per Freistoß in der 24. Minute erneut überwand. Copitz lag somit bereits recht früh in der Partie mit zwei Treffern in Rückstand.

Der Anschlusstreffer durch Florian Kärger (40.) leitete die Aufholjagd der Pirnaer ein. Es dauerte allerdings bis zur 88. Minute, ehe die unaufhörlichen Bemühungen der Gastgeber noch belohnt wurden: Zunächst parierte der Großenhainer Torwart Mirko Roßmüller einen Freistoß, aber den Abpraller nutzte VfL-Kapitän Sebastian Scholz zum umjubelten Ausgleichstor.

Am Sonntag gastieren die Pirnaer nun beim starken Neuling in Neusalza-Spremberg, der am Einheitstag in Riesa seine erste Saison-Niederlage in Kauf nehmen musste (2:3). Die Stahl-Elf sorgte wie beim letzten Heimspiel gegen Markkleeberg (2:4 nach 2:0-Führung) für ein Wechselbad der Gefühle bei seinen Fans. Philipp Schröter und Leonard Schreiber hatten schon nach 16 Minuten ein 2:0 für die BSG herausgeschossen, aber der Ex-Copitzer Marius Riedel (45.) sowie Kacper Haldas schafften mit ihren Treffern den Ausgleich (80.). Diesmal aber gab es ein Happy End für die Riesaer, denn in der 90. Minute markierte Philipp Schröter das 3:2 und sorgte für den zweiten Sieg in Folge – nach zuvor vier Niederlagen nacheinander.

Eine faustdicke Überraschung gelang Neuling SV Olbernhau mit dem 2:1-Sieg beim bisherigen Spitzenreiter FC 1910 Lößnitz, der zudem zwei Spieler nach Rot beziehungsweise Gelb-Rot verlor. In der Tabelle zogen somit der FC Grimma (3:0 in Mittweida) und Einheit Kamenz an Lößnitz vorbei. Der Oberliga-Absteiger aus der Lessingstadt setzte sich in Markranstädt nach Toren von Carl-Christoph Labisch (3.) und Marcel Hänsel (88.) mit 2:0 durch.

Eintracht Niesky beendete unterdessen seine sportliche Talfahrt (ein Sieg, danach vier Niederlagen) mit dem 2:0 bei Rapid Chemnitz. Luca Darius Pluta (0:1/64.) und Spieler-Trainer Jiri Sisler (90.) trafen ins Schwarze. Die Radebeuler brachten einen Punkt aus Glauchau mit (1:1) und erfüllten damit die „Norm“, denn Trainer Matthias Müller hatte sieben Punkte aus drei Spielen gefordert.

Nach zwei Heimsiegen erzielte Erik Talke das 1:0 für den RBC (63.), sechs Minuten später gleich Ex-Profi Carsten Pfoh (266 Regionalliga- und Oberligaspiele) für die Gastgeber aus.

In der Tabelle halten die Radebeuler damit als Sechste den Anschluss an die oberen Tabellenregionen. Pirna-Copitz klettert mit nun sechs Zählern auf Rang elf.