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Montag, 13.08.2018

Come back eröffnet bald neue Wohnstätte

In Olbersdorf wird jungen Drogenabhängigen geholfen. Darum kümmert sich ein Verein.

Im November 2017 war Richtfest, im September 2018 soll Eröffnung sein.
Im November 2017 war Richtfest, im September 2018 soll Eröffnung sein.

© www.foto-sampedro.de

Olbersdorf. Anfang September eröffnet der Verein come back aus Zittau die Wohnstätte für junge, hauptsächlich drogenabhängige, Männer in Olbersdorf. Sie hat 24 Plätze. Weiterhin werden vom Verein rund 30 Plätze im ambulant betreuten Wohnen für suchtkranke Menschen angeboten. In den ambulanten Arbeitsbereichen betreut die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle im Auftrag des Landkreises Görlitz in der Region Zittau etwa 700 Klienten. Der Verein führt für langzeitarbeitslose Menschen mit suchtbedingten Vermittlungshemmnissen Beschäftigungsprojekte zur Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt durch. Derzeit hat der Verein hohen Besuch. Michel Hansrod ist zu Gast. Er ist Bischof des Distrikts Kap der guten Hoffnung der Methodistischen Kirche von Südafrika.

Der Besuch in Zittau ist Bestandteil der Deutschlandreise von Bischof Hansrod, die ihn über Dresden und Berlin nach Zittau führt. Ziel ist es, den langjährigen Erfahrungsaustausch zwischen Südafrika und come back zu intensivieren und gemeinsame Projektansätze im Umgang mit Suchtproblemen in der Gesellschaft zu finden. Es sollen Projekte initiiert werden, die in den Gemeinschaften aktiv gegen die Ausbreitung von Suchtmittel- und Drogenmissbrauch wirken. Anlass dieser Besuche ist die baldige Fertigstellung der sozialtherapeutischen Wohnstätte für junge chronisch mehrfach geschädigte Abhängigkeitskranke in Olbersdorf.

Der Verein come back unterhält seit mehr als 15 Jahren Beziehungen nach Südafrika und unterstützt lokale Projekte sowie den Erfahrungsaustausch in Suchtfragen mit Südafrika. Darüber hinaus gibt es langjährige Beziehungen zur Come Back Mission Johannesburg – ein Projekt, das auch aufgrund des Erfahrungsaustausches zwischen Deutschland und Südafrika in Soweto gegründet wurde. Auch Austausche in Form von Praktika konnten für beide Seiten als Bereicherung in der Arbeit erlebt werden, heißt es aus dem Verein come back Zittau.

Ziel ist es, voneinander zu lernen und trotz unterschiedlicher Gegebenheiten gute Ideen in die eigene Arbeit zu integrieren. Come back ist ein Werk der evangelisch-methodistischen Kirche Deutschland, der als Verein organisiert ist. Er betreibt in Zittau ein Heim für chronisch-mehrfach geschädigte suchtkranke Männer mit derzeit 90 vollstationären Plätzen. (SZ)