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Donnerstag, 13.04.2017

Chinesen übernehmen Sachsenwerk

Eigentümerwechsel bei der VEM-Holding: An dem Unternehmen, zu dem auch das Dresdner Sachsenwerk zählt, hat sich ein chinesischer Investor die Mehrheit gesichert. Ändert sich jetzt etwas für die Beschäftigten?

Für die Mitarbeiter der VEM soll sich durch die Übernahme des Unternehmens nichts ändern.
Für die Mitarbeiter der VEM soll sich durch die Übernahme des Unternehmens nichts ändern.

© dpa

Dresden. Der Elektro-maschinenhersteller VEM bekommt einen chinesischen Eigentümer. Ein „Familieninvestor“ habe dem bisherigen Besitzer, der Unternehmerfamilie Merckle, ihre Anteile abgekauft, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Dresden mit. „Wenn derzeit noch ausstehende Genehmigungen chinesischer und deutscher Behörden vorliegen, soll der Verkauf im Sommer dieses Jahres wirksam werden“, hieß es. Erst dann könnten weitere Einzelheiten genannt werden.

Laut den Geschäftsführern der VEM Holding, Torsten Kuntze und Falk Lehmann, hat der Investor „ein großes strategisches Interesse am Erhalt der Marke VEM“. Alle Standorte blieben erhalten. Auch für die Belegschaft werde der Eigentümerwechsel keine Veränderungen mit sich bringen. In Deutschland stellt VEM in Dresden, Wernigerode und Zwickau unter anderem elektrische Antriebssysteme, Spezialmotoren und Komponenten zur Energieerzeugung her. Darunter zählen auch Teile für Windkraftanlagen.

Das mittelständische Unternehmen mit seinen rund 1 500 Mitarbeitern erhofft sich durch den Eigentümerwechsel einen besseren Zugang zum chinesischen Markt und „dauerhaft einen stabileren Absatz der Erzeugnisse“.

Das Unternehmen VEM Holding wurde 1997 gegründet und vereint die Werke VEM Sachsenwerk GmbH (Dresden), VEM motors GmbH (Wernigerode), VEM motors Thurm GmbH (Zwickau) sowie VEM transresch GmbH (Dresden). Ihren Ursprung hat die Firma in der Anfang des 20. Jahrhunderts in Dresden gegründeten VEM Sachsenwerk. (dpa/fsc)