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Dienstag, 07.08.2018

Chiles Poeten

EXPERIMENTALFILM: „Endless Poetry“ von Alejandro Jodorowsky

Poesie, Leidenschaft und politische Turbulenzen bestimmen die bildgewaltige Kreation. | Foto: Wolf Kinos Steppenwolf
Poesie, Leidenschaft und politische Turbulenzen bestimmen die bildgewaltige Kreation. | Foto: Wolf Kinos Steppenwolf

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Alejandro Jodorowsky ist 89-jähriger chilenischer Regisseur, Schauspieler, Dramaturg, Poet, Essayist, Marionettenspieler, Clown und Tarotmeister. Seine frühen Filme wurden Kult und beeinflussen bis heute die Popkultur. Zu seinen prominenten Fans zählte auch John Lennon. „Endless Poetry“ ist dabei der zweite Teil einer auf insgesamt drei Filme angelegten Autobiografie.

Er gilt als Jodorowskys zugänglichster Film. In einer Art filmischem Heilungsprozess begegnet er alten Konflikten mit seinen Eltern sowie Rivalitäten und Freundschaften, die er mit seiner Migration nach Paris schließlich hinter sich ließ. Seine Söhne Adan und Brontis besetzte er in den Hauptrollen.

Santiago de Chile in den 1940er- und 50er-Jahren: Der zwanzigjährige Alejandro entscheidet sich, gegen den Willen seiner Familie Poet zu werden. Allein sein Cousin hält zu ihm und stellt ihm die Cereceda-Schwestern vor, zwei Künstlerinnen, die Alejandro bei sich aufnehmen und ihn fördern. Er wird so Teil der künstlerischen und intellektuellen Avantgarde.

Im Künstlertreff Café Iris trifft er auf Größen wie Nicanor Parra und Stella Diaz, mit der er eine Liebesbeziehung eingeht, die nach einigen Turbulenzen, die in einer Barschlägerei gipfeln, in die Brüche geht. Deprimiert von der Trennung widmet sich Alejandro seiner Arbeit mit Marionettenfiguren und bekommt einen eigenen Raum, in dem er sich verwirklichen kann – authentisch, frei und verrückt. Als die Stimmung in Chile immer autoritärer wird, muss Alejandro eine wichtige Entscheidung treffen.

Endless Poetry“ startet nur im kino im dach, DD.