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Mittwoch, 14.03.2018

Bürgermeister wirbt um Verständnis

Steffen Ernst ist für Kritik der Feuerwehr offen. Für ihn ist aber das Hauptproblem der fehlende Haushalt der Stadt.

Von Andreas Neubrand

„Natürlich sollen Probleme benannt werden“ – Bürgermeister Steffen Ernst.
„Natürlich sollen Probleme benannt werden“ – Bürgermeister Steffen Ernst.

© Dietmar Thomas

Waldheim. Über die Kritik, die bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Waldheim geäußert wurde, zeigt sich Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) überrascht. „Natürlich sollen Probleme benannt werden“, so Ernst. „Aber ich finde, dass die Stadt Waldheim sehr viel für die Feuerwehr macht.“

Viele angesprochenen Dinge können erst geändert werden, wenn der Haushaltsplan 2018/19 verabschiedet ist. „Aus diesem Grund können wir manche Sachen, die auf der Versammlung angesprochen wurden, nicht umsetzen“, so Ernst. „So können wir der Feuerwehr kein zusätzliches Geld geben, wenn es vorher nicht in einem Haushaltsposten auftaucht.“ Wehrleiter Daniel Seifert gibt zu: „Zur Zeit ist es schon so, dass wir für jede Kleinigkeit einen Antrag stellen müssen. Deswegen habe ich ein Konto angesprochen. Damit wären kleine Reparaturen einfacher zu bezahlen.“

Die Stelle des hauptamtlichen Gerätewarts hänge ebenfalls am Haushalt. „Wenn wir eine neue Stelle schaffen, dann muss diese in den Stellenplan. Doch ohne einen Haushalt könnten wir diese Stelle gar nicht bezahlen“, sagt der Bürgermeister. Mit der Wasseranalyse verhält es sich ähnlich. „Wenn wir einen Haushalt beschließen, dann kann dieser Posten einfach eingestellt und bei Bedarf das Geld abgerufen werden“, so Ernst. „Ohne Haushalt muss ich bei jedem einzelnen Posten erst den Technischen Ausschuss und dann den Stadtrat fragen“, sagt er. Auch wehrt sich Ernst gegen den Vorwurf, dass bei Stellenausschreibungen keine Feuerwehrleute berücksichtig werden. „Ich halte mich immer an den besten Bewerber, den ich für die Stelle habe. Aber ich kann keinen Maurer einstellen, wenn ich einen Tischler brauche“, sagt Ernst.

„Wir von der Feuerwehr würden uns natürlich wünschen, wenn Leute eingestellt werden, die etwas Affinität zur Feuerwehr haben und Mitglied bei uns werden“, so Seifert. „Aber für die Zukunft wollen wir schon, dass es jemanden im Ordnungsamt arbeitet, der Erfahrungen bei der Feuerwehr hat. Die Hersteller geben uns immer mehr Prüftermine auf, da brauchen wir jemanden im Rathaus, der das alles koordiniert. Wir machen das ja in unserer Freizeit.“

Auch versucht der Bürgermeister, so oft wie möglich mit der Feuerwehr in Kontakt zu treten. „Abgesehen von Kleinigkeiten ist die Zusammenarbeit gut“, so Ernst.