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Freitag, 05.10.2018

Budissa feiert ersten Auswärtssieg

Bautzen setzt sich gegen die VSG Altglienicke durch und die Schiebocker verlieren daheim gegen Fürstenwalde.

Von Jürgen Schwarz

Bautzens Torschütze Martin Hoßmang (rechts) dreht nach dem 1:0 jubelnd ab und wird von seinen Kameraden verfolgt.
Bautzens Torschütze Martin Hoßmang (rechts) dreht nach dem 1:0 jubelnd ab und wird von seinen Kameraden verfolgt.

© Torsten Zettl

Fußball-Regionalliga. Der Chemnitzer FC hat am elften Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost den elften Sieg gefeiert. Der Drittliga-Absteiger gewann in Rathenow mit 4:0 und rangiert jetzt zehn Punkte vor Hertha BSC II. Den ersten Auswärtssieg in dieser Saison feierte Budissa Bautzen vor 119 Besuchern bei der VSG Altglienicke (1:0). Dagegen verspielte der Bischofswerdaer FV zu Hause vor 262 Zuschauern eine Pausenführung gegen Union Fürstenwalde und unterlag mit 1:2.

Der FC Oberlausitz konnte im Heimspiel gegen Erfurt trotz Überzahl einen 2:0-Vorsprung nicht halten (2:2). In der Tabelle rangieren Bischofswerda, Neugersdorf und Bautzen mit jeweils 14 Zählern auf den Plätzen acht bis zehn. Knackpunkt im Spiel der Budissen bei der VSG Altglienicke war ohne Zweifel die Rote Karte für Torwart Dan Twardzik nach einem Foul außerhalb des Strafraums gegen den bärenstarken Martin Hoßmang (36.).

In der Folgezeit bestimmten die Spreestädter deutlich die Szenerie, vergaben aber mehrere klare Chancen. „Der Sieg war hochverdient. Wir haben in Überzahl nach vorn sehr viel investiert, aber unser Problem der schwachen Chancenverwertung hat man natürlich erneut gesehen. Daher bin ich natürlich sehr froh, dass es dann doch noch funktioniert hat“, resümierte Trainer Torsten Gütschow.

Bautzener Siegtor längst überfällig

Michael Schlicht traf per 20-m-Freistoß nur den Pfosten (37.), danach verpassten Tony Schmidt (41.), Kevin Bönisch (45.), Eric Merkel (63./gehalten) und Niclas Treu (69./Latte) das längst fällige 1:0. So war es schließlich Martin Hoßmang vorbehalten, seine überzeugende Vorstellung mit dem Siegtor zu krönen (79.) und damit die sportliche Talfahrt (drei Niederlagen in Folge) zu stoppen. Am Sonnabend erwartet Budissa ab 13.30 Uhr den 1. FC Lok Leipzig, der trotz Vollprofi-Bedingungen einen katastrophalen Saisonstart hingelegt und Trainer Heiko Scholz beurlaubt hat. Am Mittwoch schaffte der Tabellen-Vorletzte gegen den Berliner AK (4.) immerhin ein 1:1.

Lange Gesichter gab es in Bischofswerda nach der Niederlage gegen Fürstenwalde. Für die Unioner, nach acht Spieltagen lediglich mit einem Punkt auf dem Konto, war es der dritte Sieg in Folge. Dabei verlief für die Schiebocker ergebnistechnisch vor der Pause alles nach Plan. Thomas Sonntag hatte den BFV aus abseitsverdächtiger Position in Führung gebracht (34.). Nach dem Seitentausch kippte die Partie dann plötzlich zugunsten der Gäste. Der eingewechselte Martin Zurawsky (53.) und Ben Florian Meyer (62.) sorgten mit ihren Toren für eine regelrechte Schockstarre bei den Hausherren, denen anschließend so gut wie nichts mehr gelang.

Der BFV muss nun nach Babelsberg

„Diese Niederlage tut schon weh, aber es muss weitergehen. Jeder sollte nun wissen, dass wir gegen den Abstieg spielen“, meinte BFV-Coach Erik Schmidt. Am Sonnabend wird es für die Bischofswerdaer keinen Deut leichter, denn ab 13.30 Uhr wartet im Karl-Liebknecht-Stadion der SV Babelsberg (7.) auf den Aufsteiger.

Bischofswerda:Birnbaum - Rülicke, Meinel, Heppner, Käppler, Kötzsch (75. Graf), Zille (55. Grellmann), Kloß (55. Cellarius), Maresch, Sonntag und Hagemann.

Bautzen: Ebersbach - Patka, Weiß, Krahl, Ciapa (88. Krautschick), Hoßmang, Schlicht (90.+2 Wockatz), Merkel (77. Langr), Treu, Bönisch und Schmidt.