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Freitag, 15.06.2018

Boxdorfer Schule wird noch größer

Der erste Anbau an die Kurfürst-Moritz-Schule in Boxdorf ist noch nicht lange her. Nun kommt ein zweiter.

Von Uta Büttner

Neben dem vor wenigen Jahren entstandenen Erweiterungsbau der Boxdorfer Kurfürst-Moritz-Schule entsteht ein weiteres Gebäude. Die Verbindung beider Häuser erfolgt über eine Brücke.
Neben dem vor wenigen Jahren entstandenen Erweiterungsbau der Boxdorfer Kurfürst-Moritz-Schule entsteht ein weiteres Gebäude. Die Verbindung beider Häuser erfolgt über eine Brücke.

© Norbert Millauer

Moritzburg. Von außen sichtbar wird es keinen Unterschied geben. „Die Stahlglasfassade des neuen Anbaus an die Kurfürst-Moritz-Schule in Boxdorf wird genauso aussehen wie der alte Bau, sagt Frank Mehnert vom Radebeuler Architekturbüro aT2. Nur die Konstruktion ist verschieden. Wurde der erste Erweiterungsbau noch massiv hochgezogen, sollen diesmal alle Teile vorgefertigt und dann vor Ort auf dem Fundament zusammengesetzt werden.

Das war laut Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) der Wunsch der Gemeinde. Zwar sind die Baukosten eigentlich identisch, aber die Bauphase ist beim modularen Bau wesentlich kürzer. „Wir haben uns bei verschiedenen Firmen erkundigt: Von der Auftragserteilung bis zur Übergabe wird mit einem halben Jahr gerechnet.“

Und die Zeit drängt. Die vier neuen Klassenzimmer von jeweils etwa 70 Quadratmetern, die in dem etwa 20 mal 16 Meter großen Gebäude entstehen, werden dringend benötigt. Hinzu kommen Sanitär- und Vorbereitungsräume für Lehrer.

Der Anschluss erfolgt an der Nordwestseite des ersten Erweiterungsbaus. Der Eingriff in das Altgebäude für den Zugang wird laut Frank Mehnert minimal sein. Über eine Brücke im ersten Geschoss gelangen Lehrer und Schüler dann in den neuen ebenerdigen Teil, da dieser auf einem Felsen steht. Damit hat der Anbau im Gegensatz zum alten Schulgebäude nicht drei, sondern nur zwei Geschosse.

Ein weiterer Vorteil der Modulbauweise: „Wir sparen uns ein Jahr Baustress“, sagt Jörg Hänisch. Und Unterschiede zum Ziegel- oder Betonbau hinsichtlich Schall- und Wärmeschutz werde es keine geben. „Wir haben das uns im Coswiger Gymnasium angesehen“, dessen Erweiterungsbau auch modular erfolgte.

Aber noch müssen sich Lehrer und Schüler etwas gedulden, bis die Bauarbeiten beginnen können. Am vergangenen Mittwoch hat Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) den Fördermittelbescheid in Höhe von knapp 477 000 Euro in der Schule an die Gemeinde übergeben. Mit dabei waren neben Bürgermeister Jörg Hänisch und Schulleiter Heiko Vogel auch einige Schüler.

Der Bauantrag wurde bereits beim Landratsamt Meißen gestellt. „Wir rechnen im Herbst mit der Baugenehmigung, sagt Jörg Hänisch. Danach können die öffentlichen Ausschreibungen beginnen. Der Baubeginn ist derzeit für Mitte kommenden Jahres geplant. „Dies ist natürlich abhängig vom Ergebnis der  öffentlichen Ausschreibung und den Baukapazitäten des dann ausgewählten Unternehmens“, sagt der Bürgermeister. Derzeit liegen die berechneten Gesamtkosten bei knapp 1,4 Millionen Euro.