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Mittwoch, 16.05.2018

Borthen soll neue Kita bekommen

Entgegen ersten Plänen will die Stadt Dohna nun doch selber bauen. Ein Grundstück gibt es schon. Alle Einzelheiten sind aber noch nicht geklärt.

Von Yvonne Popp

Auf dem Grundstück an der Lockwitzer Straße soll der Kindergartenneubau entstehen.
Auf dem Grundstück an der Lockwitzer Straße soll der Kindergartenneubau entstehen.

© Daniel Schäfer

Dohna. Nachdem der neue Flächennutzungsplan beschlossene Sache ist, muss mit noch mehr Zuzug gerechnet werden. Immerhin 12 Hektar Land zur Wohnbebauung sind im Ortsteil Burgstädtel ausgewiesen worden. Kindergärten und Kinderkrippen der Stadt Dohna sind aber schon jetzt an der absoluten Kapazitätsgrenze.

Dass eine weitere Kindertagesstätte dringend benötigt wird, steht schon lange fest. Schon 2010 beriet man über einen Neubau in Borthen. Doch der scheiterte im Stadtrat. Der Finanzen wegen, wollte die Stadt nicht selber bauen. Für dieses Problem schien man im vergangenen Jahr eine Lösung gefunden zu haben. Ein Partner sollte bauen und ebenso sie Trägerschaft übernehmen.

Doch die Formalien für ein solches Verfahren sind kompliziert. Auch ist es fraglich, ob sich überhaupt ein Träger findet, der auf eigene Kosten auf einem Stadtgrundstück baut. Dazu kommt, so wurde in der letzten Stadtratssitzung am 2. Mai zu Bedenken gegeben, dass bei einer Pleite des Trägers alles verloren ginge und die Stadt keinen Zugriff mehr hätte. Alles in allem sei dieses Vorhaben zu riskant.

Deshalb entschied die Stadt, nun doch selber zu bauen. Ein Grundstück für das neue Objekt gibt es schon. Es befindet sich an der Lockwitzer Straße in Borthen und gehört der Stadt bereits. Plätze für 36 Kindergartenkinder und 14 Krippenkinder könnten auf dem 3500 Quadratmeter großen Areal entstehen, wenn es mit der Finanzierung klappt. Bürgermeister Ralf Müller (CDU) rechnet mit rund zwei Millionen Euro Baukosten. Grundsätzlich, so sagt er, sei das Vorhaben förderfähig. Die komplette Summe werde man vom Freistaat aber nicht bewilligt bekommen, teilt er mit. Wie die Finanzierung im Einzelnen aussehen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Vordergründig sind jetzt andere Dinge. Um das Vorhaben voranzubringen, muss erst einmal die Planung stehen. Bis Ende des Sommers soll das passiert sein. Dafür habe die Stadt schon Mittel im Haushalt eingeplant, sagt Ralf Müller. Noch in diesem Jahr soll der Bauantrag eingereicht werden. Erst dann, so erklärt der Bürgermeister, können die Fördermittel, die bis jetzt nur angemeldet waren, konkret beantragt werden. Mit der Erteilung der Baugenehmigung rechnet die Stadt im ersten Quartal des kommenden Jahres. Doch all das ist bis jetzt noch Zukunftsmusik, sagt Ralf Müller. Sollten die Gelder nicht bewilligt werden, wovon aber derzeit niemand ausgeht, würde das Projekt neue Kita wieder auf Eis gelegt werden müssen. Denn ohne Zuschuss vom Freistaat kann die Stadt Dohna nicht bauen.