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Dienstag, 27.02.2018

Blick auf die Schöpfung

Alltagstrott und Großstadttristesse

Im immer gleichen Rhythmus wechselt ein Mann zwischen Arbeits- und Familienleben. Bis etliche merkwürdige Dinge passieren. Ein Zug setzt ihn galant vor der Haustür ab, beinahe wird er von einem Globus erschlagen, und dann verfolgen ihn Regenwolken bis ins Badezimmer. Die einzige Kohärenz ist ein älterer Herr, der plötzlich in seiner Nähe auftaucht. Langsam wird dem Mann klar, dass er es hier mit niemand Geringerem als Gott zu tun hat, der der Einsamkeit des Universums für eine Weile entkommen und sich mit dem Ergebnis seiner Schöpfung auseinandersetzen will. Doch der Gott in dem Stück „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ ist nicht allwissend, und auch wenn er den Mann auf eine Entdeckungsreise zu den so oft übersehenen Schönheiten der Welt mitnimmt, ist sein Grundton wehmütig, denn was er erschaffen hat, kann er nicht mehr rückgängig machen. Das Stück basiert auf einer Geschichte des Autors Axel Hacke, Robert Koall hat die Bühnenfassung gestrickt, Regisseur Jan Böde setzte diese in Szene.

„Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“, 2., 15. & 29. 3., 20 Uhr, Societaetstheater, DD