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Sonntag, 30.09.2018

Bischofswerdaer Freudenberg-Pilot ist Deutscher Meister

Der 21-jährige Max Enderlein hat sich in Hockenheim den Titel gesichert. Luca Grünwald gelingt in der WM Gesamtplatz vier.

Von Christian Kluge

In der Supersport600 Klasse fuhr Max Enderlein (Nr. 32) vom Freudenberg Racing Team Bischofswerda oft vorneweg und ist nun Deutscher Meister.
In der Supersport 600 Klasse fuhr Max Enderlein (Nr. 32) vom Freudenberg Racing Team Bischofswerda oft vorneweg und ist nun Deutscher Meister.

© PR

Motorsport. Teamchef Carsten Freudenberg vom gleichnamigen Bischofswerdaer Rennteam war am Sonntag rundherum zufrieden. Erst sicherte sich im vorletzten Rennen der Saison sein Pilot Max Enderlein den Titel in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Und dann schloss Luca Grünwald – einer von drei Bischofswerdaer Piloten in der Supersport 300-Weltmeisterschaft – die Saison nach dem letzten Lauf im französischen Magny-Cours auf Gesamtplatz vier ab.

Freudenberg sagte nach dem letzten Rennen am Sonntag: „Gratulation an Max. Ich freue mich riesig für ihn. Er ist ein wahrer Kämpfer und hat gezeigt, dass auch nach eine Verletzung stark zurückkommen kann. Nachdem er im letzten Jahr schon so knapp dran war, hat er nun seinen ersten deutschen Meistertitel verdient eingefahren.“ Denn erst drei Wochen zuvor war Enderlein als klar Führender in der Gesamtwertung beim freien Training in Assen gestürzt und hatte sich dabei das Schlüsselbein gebrochen. Damit musste er beide Rennen in Holland auslassen.

Der 21-Jährige meinte nach seinem Triumph in Hockenheim: „Es war schwierig für mich, ins Wochenende hinein zukommen. Die Verletzung steckte noch in den Knochen. Doch von Session zu Session konnte ich mich steigern. Platz sieben in der Startaufstellung war dann nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Aber mit Blick auf die Zeiten war ich ja nur 0,5 Sekunden zurück. Das ich dann im ersten Rennen die Punkte für Platz drei einfahren konnte und damit meinen ersten IDM-Titel perfekt machen konnte, kam doch etwas unerwartet. Aber nachdem mein stärkster Verfolger gestürzt war und nur wenige Punkte sammeln konnte, ging es sich zum Ende dann aus und die Punkte reichten für die Meisterschaft.“

Im zweiten Lauf am Sonntagnachmittag fuhr Max Enderlein dann noch einmal als Fünfter in die Punkte und hatte damit in der Abschlusswertung mit 194 Zählern 20 mehr als sein ärgster Verfolger Daniel Rubin, der durch den Sturz des Bischofswerdaers in Assen zweimal gewinnen konnte.

WM-Saison ist ein voller Erfolg
Teamchef Carsten Freudenberg, der am vergangenen Wochenende natürlich bei seinen drei Fahrern in Magny-Cours war, hatte auch dort Grund zur Freude. „Das letzte Rennen hat erneut gezeigt, wie eng es hier in dieser Klasse zu geht. Die WM wurde in den letzten beiden Kurven entschieden, was super spannend und für uns natürlich auch immer wieder nervenaufreibend ist. Wir konnten hier in Frankreich nochmals Punkte mitnehmen und uns am Ende unter den besten fünf Teams der WM einreihen. Und Luca Grünwald ist am Ende Vierter in der Meisterschaft! Für die erste Saison ein perfektes Ergebnis. Nächstes Jahr greifen wir wieder an!“

Toppilot Luca Grünwald, der im November seinen 24. Geburtstag feiert, meinte nach Platz sechs im letzten WM-Rennen der Saison: „Sicher wäre in Magny-Cours auch ein Platz auf dem Podium drin gewesen, aber in dieser Klasse geht es so eng zu. Zwei Runden vor Schluss ging es für mich in einer Situation gleich vier Plätze zurück, da die Gruppe groß und eng beieinander war. Platz vier in der WM und bester KTM-Pilot – das stimmt mich aber sehr zufrieden. Es war die erste Saison für unser Team, was wir am Ende super umgesetzt haben!“