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Montag, 17.09.2018

Birnensüßes aus der Bonbonmanufaktur

Eine besondere Schleckerei wurde jetzt als Pirnaer Unikat geadelt. Der Geschäftsführer des Unternehmens hat weitere Pläne.

Von Mareike Huisinga

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Max Bernhardt präsentiert die Birnen-Bonbons.
Max Bernhardt präsentiert die Birnen-Bonbons.

© Daniel Schäfer

  • Max Bernhardt präsentiert die Birnen-Bonbons.
    Max Bernhardt präsentiert die Birnen-Bonbons.
  • Birnen-Bonbon
    Birnen-Bonbon

Stadt Wehlen/Pirna. Zuerst schmeckt es leicht säuerlich, dann süß und schließlich verteilt sich das feine Aroma von Birnen auf der Zunge. Ein ganz besonders frischer Genuss! Mit seinem neuen Birnen-Bonbon hat Max Bernhardt, Geschäftsführer der Bonbonmanufaktur Meister Karamellus aus Stadt Wehlen, einen Volltreffer gelandet.

Erst vor Kurzem wurde die Leckerei mit dem Label Pirnaer Unikat ausgezeichnet. „Darüber haben wir uns natürlich schon sehr gefreut“, sagt der 27-Jährige. Ein bescheidener Schimmer von Stolz huscht über sein Gesicht. Den Titel Pirnaer Unikat sollen außergewöhnliche Waren und Produktideen tragen, die einen Bezug zur Stadt oder Region haben, mit viel Handarbeit gefertigt werden – und auf ihre Art einmalig sind.

Dass seine jüngste Kreation in die Reihe dieser edlen Unikate aufgenommen wurde, verdankt Max Bernhardt auch einem Zufall. Das Birnen-Bonbon hatte er bereits im vergangenen Jahr für den Weihnachtsmarkt in Pirna hergestellt. Dann traf er in einer Pirnaer Kneipe zufällig einen Mitarbeiter vom Stadtmarketing. Schnell kam man ins Gespräch. „Er machte mir den Vorschlag, mich mit dem Bonbon für die Reihe Pirnaer Unikate zu bewerben“, erinnert sich Max Bernhardt.

Es klappte auf Anhieb. Was auch nicht weiter erstaunt. Denn mit der Birne in der Mitte des Karamells ist ein eindeutiger Bezug zu Pirna gegeben: Schließlich zeigt das Stadtwappen zwei Löwen, die genüsslich an Birnenbäumen schlecken.

Max Bernhardt verrät gern die Zutaten des Birnen-Bonbons. Hauptbestandteil ist natürlich Zucker, wie es sich für ein gutes Bonbon gehört. Nach dem Kochen versetzt er die Karamellmasse mit Fremdessenzen und ätherischen Ölen. Schließlich kommen noch Zitronensäure und natürliche Farbstoffe aus Pflanzenextrakten hinzu. Die Masse wird modelliert, gezogen und nach dem Auskühlen in kleine Stücke gehackt.

Eine Tüte mit 80 Gramm kostet in der Wehlener Bonbonmanufaktur 3,50 Euro. „Diejenigen, die bereits gekostet haben, finden das Birnen-Bonbon lecker“, freut sich Bernhardt über die gute Resonanz, die er schon erhalten hat.

2012 wurde die Bonbonmanufaktur mit dem originellen Namen Meister Karamellus am Markt von Stadt Wehlen gegründet. Seit einem Jahr hat Max Bernhardt Unterstützung von seinem jüngeren Bruder Willi, den er als Azubi eingestellt hat. Beide sind für ihren Job prädestiniert. „Denn schon bei unserer Oma haben wir Karamellen mit Sahne und Butter selber gemacht. Sie tat immer noch etwas Kakao oder Honig mit in die Pfanne“, erinnert sich Max Bernhardt.

Heute gibt es 24 verschiedene Bonbonsorten in der Manufaktur zu kaufen, darunter solche Exoten wie Limette-Rosmarin und Lavendel-Salbei. Alle Sorten dürfen probiert werden. Bei den Schauvorführungen können die Kunden den Bonbonmeistern über die Schulter sehen. „Viele Touristen kaufen bei uns ein, aber auch Einheimische von weiter her aus dem Dresdner Raum“, sagt Bernhardt, der noch weitere Pläne hat. Die Produktion von Gummibärchen würde ihn auch noch reizen …