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Freitag, 14.09.2018

Bienen setzen auf Angriff

In der 2. Bundesliga der Frauen steht das erste Heimspiel für die Rödertalerinnen an. Zu Gast ist am Samstag Werder Bremen.

Von Florian Triebel

Jessica Jander demonstriert es: Die Bienen sind im ersten Heimspiel auf Angriff eingestellt.
Jessica Jander demonstriert es: Die Bienen sind im ersten Heimspiel auf Angriff eingestellt.

© St. Michaelis

Handball. Schon bei der offiziellen Saisoneröffnung war die Vorfreude auf das erste Heimspiel bei den Fans deutlich spürbar. Nun hat das Warten endlich ein Ende. Am Samstag begrüßen die Rödertalbienen ihre Anhänger zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der Sporthalle am Schulzentrum in Großröhrsdorf. Zu Gast ist der SV Werder Bremen, Anwurf der Partie um 17.30 Uhr.

In den Reihen der Nordlichter finden sich zwei bekannte Gesichter wieder. Nachdem der ehemalige Bienen-Trainer Maximilian Busch das Rödertal zum Ende der vergangenen Saison verließ, folgte ihm Rückraumspielerin Sarolta Selmeci an die Weser. Außerdem stießen Torfrau Marie Andresen vom dänischen Zweitligisten Fredericia HK und Linkshänderin Katharina Meier vom Buxtehuder SV zu den Werderanerinnen. Die herausragendste Akteurin beim Tabellenelften der letzten Saison (24:32 Punkte) ist sicherlich Merle Heidergott. Sie erzielte in der vergangenen Spielzeit 198 Tore und wurde verdient zur „Spielerin der Saison 2017/18“ gekürt. Doch auch sie konnte ihre Mannschaft vergangene Woche nicht vor der Auftaktniederlage gegen die SG 09 Kirchhof (29:33) bewahren. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns nur auf Heidergott zu konzentrieren“, warnt HCR-Trainer Frank Mühlner. Und weiter: „Sicherlich ist sie eine sehr gute Spielerin, aber Bremen ist auf allen Positionen gut besetzt. Auch Jennifer Börsen oder Rabea Neßlage wissen, wie man Tore wirft. Wir müssen die Achse Rückraum – Kreis in den Griff bekommen und dürfen das Tempospiel der Bremerinnen nicht zur Entfaltung kommen lassen.“

Für Bienen-Coach Mühlner wird es das erste offizielle Spiel als Cheftrainer vor heimischem Publikum. „Zum Glück ist es nichts Neues für mich, vor unseren handballverrückten Fans aufzutreten. Dennoch ist die Vorfreude bei allen in der Mannschaft riesengroß. Es gibt nichts Schöneres, als vor voller Hütte zu spielen und unserem treuen Publikum etwas zurückzugeben“, freut er sich auf das kommende Spiel. Die Bienen überzeugten beim 36:26-Sieg in Waiblingen am ersten Spieltag durchweg. Besonders erfreulich ist, dass sich beinahe alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten und es zeigt die Homogenität der Mannschaft. Allerdings wird auch diese Woche Julia Mauksch auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Rabea Pollakowski kann momentan krankheitsbedingt nicht trainieren. Ob die Zeit bis zum Spiel für eine Genesung reicht, wird sich zeigen. Auch hinter den leicht angeschlagenen Thilde Boesen und Ann Rammer stehen noch kleinere Fragezeichen. „Unsere Physios haben einiges zu tun. Wir werden sehen, wer am Freitag zum Abschlusstraining fit und einsatzbereit ist“, so Mühlner.