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Freitag, 06.05.2016

Bestattungswald-Beschluss vertagt

Im Kamenzer Stadtrat zeichnet sich noch keine Mehrheit für die alternative Beerdigungsform ab.

© dpa

Kamenz. Ob es einmal auf Waldflächen der Stadt Naturbestattungen geben wird, ist offen. Überraschend zeichnet sich am Mittwoch im Stadtrat keine Mehrheit für das Konzept ab. Es sah vor, dass die Stadt auf dem Gebiet der Gemeinde Haselbachtal Waldflächen für 99 Jahre an einen Betreiber eines Bestattungswaldes verpachtet und im Sommer die Verwaltung dafür ausschreibt. Sowohl die CDU-Fraktion, die FDP-Stadträtin und die Fraktion der Wählervereinigung „Kamenz und Ortsteile“ äußerten – zum Teil erstmals – fundamentale Bedenken. Vor allem die wirtschaftliche Tragfähigkeit des sogenannten Drei-Säulen-Modells wird angezweifelt.

Vehement warb Linken-Fraktionschefin Marion Junge für die Alternativbestattung. Sie erinnerte an den Willen von mehr als 900 Kamenzern, die mit ihrer Unterschrift das Projekt erst ins Laufen gebracht haben. Das Konzept wurde noch mal in die Ausschüsse gegeben, um eventuelle Unklarheiten auszuräumen. (SZ)