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Mittwoch, 25.10.2017

Bestandsgarantie für Klinik

Im Ringen um Bischofswerda als Gesundheitsstandort erreichen OB Große und die Abgeordnete Wissel einen Teilerfolg.

Das Krankenhaus in Bischofswerda soll mindestens 20 Jahre bestehen.
Das Krankenhaus in Bischofswerda soll mindestens 20 Jahre bestehen.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Die Geburtsklinik wird geschlossen, doch Bischofswerda behält langfristig sein Krankenhaus. Auf diese Kurzformel lässt sich das Ergebnis eines dreistündigen Gespräches bringen, welches Oberbürgermeister Holm Große (parteilos) und die Landtagsabgeordnete Patricia Wissel (CDU) am Montag in Bautzen führten.

Klinikchef Rainer E. Rogowski und Landrat Michael Harig (CDU), zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Oberlausitz Kliniken, gaben fürs Bischofswerdaer Krankenhaus eine Bestandsgarantie für mindestens 20 Jahre, teilte Holm Große am Mittwoch mit. Damit sei die „Zukunft für den Standort als (lebens-)wichtiger, moderner Gesundheitsdienstleister für unsere Stadt und die Umlandgemeinden gesichert“, erklärte der OB. Das Ergebnis der Standortsicherung müsse nun über einen Kreistagsbeschluss festgeschrieben werden. „Das wird unsere nächste Aufgabe sein“, sagte Holm Große.

Nicht mehr zurückdrehen konnten er und Patricia Wissel die Entscheidung, die Frauenklinik in Bischofswerda zu schließen. OB Große: „Letztlich erscheinen die Bemühungen in Sachen Geburtenstation erfolglos, da die Entscheidung zu deren Schließung aus Sicht der Oberlausitz Kliniken und des Landkreises aufgrund Personalmangels und durch diesen bedingte mögliche Gefährdungen für Gesundheit und Leben der Mütter und Kinder notwendig sei – im Interesse der Patientensicherheit.“ Er habe in diesem Zusammenhang die Verantwortlichen gebeten, den Bürgen ihre Gründe darzulegen und sich ihren Fragen zu stellen. Für den 30. Oktober ab 18 Uhr ist im Bischofswerdaer Rathaussaal ein öffentliches Forum geplant.

Patricia Wissel bezeichnete die Schließung der Geburtenstation Bischofswerda gegenüber der SZ als „einen schweren Schlag für die Region, insbesondere für die Frauen“. Durch die Art und Weise der Kommunikation und Information über das Vorhaben sei viel Vertrauen eingebüßt worden. Die 20-jährige Bestandssicherung des Krankenhauses in Bischofswerda wertet die aus Neukirch stammende Landtagsabgeordnete als einen Erfolg für die langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region. (szo)