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Mittwoch, 16.05.2018

Besitzer des Hambi enttäuschen in Ostwestfalen

Nahe Herford investiert die Wert-Investition GmbH in eine alte Zuckerfabrik. Baumängel lassen Betreiber ratlos zurück.

Von Marcus Herrmann

Der vor sich hin verfallende Hamburger Hof an der Dresdner Straße harrt weiter seiner Sanierung.
Der vor sich hin verfallende Hamburger Hof an der Dresdner Straße harrt weiter seiner Sanierung.

© Claudia Hübschmann

Meißen/Vlotho. Der weiter vor sich hin verfallende Hamburger Hof an der Dresdner Straße wartet seit dem Verkauf an die niedersächsische Wertinvestition GmbH Ende 2015 auf eine Sanierung. Im November 2017 hatte Prokurist Alexander Mause von einem wichtigen Termin mit einem möglichen Betreiber für die geplante Pflege- und Seniorenresidenz gesprochen, wollte danach detailliertere Aussagen zum zukünftigen Konzept für das Traditionshaus machen. Passiert ist zum wiederholten Mal allerdings nichts.

Gleichwohl sich die Investoren aus Niedersachsen regelmäßig vehement gegen Vorwürfe wehren, dass am Hamburger Hof auf viele Worte keine Taten folgen, ist es bisher genau so. Nicht einmal die zuletzt durch die Stadt angezeigten Schäden am Dach konnten fristgemäß repariert werden. Über deutschlandweite Vorhaben der GmbH in Größenordnungen hatte die SZ bereits berichtet. Unter anderem kaufte die Holding in Gifhorn ein altes Klinik-Gelände, um hier Wohnungen zu errichten. Lange Zeit passierte auch hier nichts. Laut Berichten der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung könnte es nun zumindest bald Baurecht geben. Die Investitionssumme beträgt rund 100 Millionen Euro.

Im ostwestfälischen Vlotho bei Herford hat die Wertinvestition nach einem Bericht des Herforder Kreisblattes vor längerer Zeit eine alte Zuckerfabrik gekauft, um diese mit einem Betreiber – ähnlich dem Vorhaben am Hamburger Hof – zu einem Seniorenpark umzunutzen. Wie die Zeitung berichtet, hat sich die Eröffnung nach erfolgter Sanierung mehrfach verschoben. Ein gefundener Pflegedienst stehe in den Startlöchern, kann wegen aufgetretener baulicher Mängel aber die Arbeit nicht beginnen. Auf positive Nachrichten für den „Hambi“ wartet Meißen somit weiter vergebens.