erweiterte Suche
Freitag, 10.08.2018

Berufsfeuerwehr für Hohnstein?

Um die Einsatzbereitschaft tagsüber zu gewährleisten, gibt es verschiedene Denkansätze. Der Bürgermeister blickt nach Böhmen.

Wird die Feuerwehr tagsüber alarmiert, kommen in vielen Ortswehen nur ganz wenige Kameraden zum Einsatz, weil die anderen nicht von der Arbeit weg können oder weil sie in anderen Orten arbeiten.
Wird die Feuerwehr tagsüber alarmiert, kommen in vielen Ortswehen nur ganz wenige Kameraden zum Einsatz, weil die anderen nicht von der Arbeit weg können oder weil sie in anderen Orten arbeiten.

© Symbolfoto: dpa

Um neue Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen und vor allem die Tageseinsatzbereitschaft abzusichern, gibt es in der Stadt Hohnstein einige Vorschläge. Aus dem Stadtrat kam zum Beispiel der zur Zwangsverpflichtung von Einwohnern für den Feuerwehrdienst. Diese könnten dann allerdings keine Spezialaufgaben übernehmen. Außerdem regt man im Stadtrat an, mehr das Interesse der jungen Frauen zu wecken, da es die jungen Männer offenbar nicht mehr haben. Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD) ist ein Anhänger des tschechischen Feuerwehrmodells. Demnach könnten Stützpunktwehren gebildet und diese mit hauptamtlichem Personal besetzt werden. Dazu könne man die Feuerwehrabgabe wieder von den Bürgern einfordern. Das Geld könne dann auch für die Bezahlung verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit wäre aus seiner Sicht, die 13 Minuten Ausrückezeit abzuschaffen und die Bürger zu mehr Eigenschutz aufzufordern. (SZ/aw)