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Donnerstag, 24.03.2005

Berliner streitet ums Ampelmännchen

Um das Ost-Ampelmännchen ist ein gnadenloser Streit entbrannt. Ein Berliner Geschäftsmann will dem sächsischen Hersteller der Ampelanlagen die Vermarktung der Kultfigur gerichtlich streitig machen.

Demnächst wird sich das Leipziger Landgericht mit dem roten Steher und dem grünen Geher beschäftigen. Der Designer und Chef der Berliner Ampelmann GmbH, Markus Heckhausen (43), klagt vor der 5. Zivilkammer auf Löschung der Markenrechte, die sich der Zwickauer Verkehrstechnikunternehmer Joachim Roßberg (54) 1997 beim Deutschen Patent- und Markenamt auf den Ampelmann eintragen ließ. „Herr Rossberg verkauft zwar Ampeln, aber ansonsten nutzt er die Marke gar nicht“, begründet Heckhausen sein feindliches Übernahmebegehren. Rechtlicher Hintergrund: Der Markenschutz erlischt nach fünf Jahren, wenn die Marke nicht aktiv genutzt wird.

„Eine Unverschämtheit ...“, poltert Ampel-Unternehmer Roßberg, „...ich verkaufe auch Ampelmann-Schnaps und Bier, Tassen, Kulis und Ampelmann-Spiele.“ Der Zwickauer will seinen Markenschutz an der Leuchtfigur keinesfalls aufgeben und droht der Berliner Konkurrenz, die mit Lampen, T-Shirts und allerlei Nippes zwischenzeitlich eine regelrechte Ampelmann-Industrie aus dem Boden gestampft hat, nun seinerseits mit juristischen Konsequenzen. Der Prozess findet am 26. April statt. (-bi.-)