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Montag, 04.06.2018 Fußball-Landesliga

Bergab zum Klassenerhalt

Mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Lipsia Eutritzsch feiert die BSG Stahl Riesa den Nichtabstieg.

Von Jens Jahn

© Symbolfoto: Claudia Hübschmann

Riesa. Die BSG Stahl Riesa kann weiterhin für die Fußball-Landesliga planen. Am drittletzten Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer Daniel Küttner beim SV Lipsia 93 Eutritzsch mit 2:0 (0:0).

Erst in der Schlussphase der Partie kam Riesa durch zwei Treffer von Paul Kiontke (78., 90.) zum Erfolg. „Das war taktisch schon irgendwie vorausberechnet. Und auch ein wenig den Platzverhältnissen geschuldet“, erklärte Küttner. Der Platz im Leipziger Stadtteil Eutritzsch hat eine Besonderheit aufzuweisen – er fällt nach einer Seite hin etwas ab. Da Kapitän Marcus Hesse die Seitenwahl vor dem Spiel für sich entschied, spielte Riesa zunächst quasi bergauf. „Wir wussten um die Heimstärke der Hausherren. Wir wollten sie erst einmal sich austoben lassen, uns auf die Defensive konzentrieren. Und sie damit natürlich auch müde spielen. Das ist uns gelungen“, sagte Küttner. Torwart Hesse musste nur einmal eingreifen, der Abschluss der Lipsia-Elf war insgesamt zu ungenau. Nach vorn gelang allerdings den Riesaern durch Ballverluste und schlechtes Passspiel nicht viel.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit maßgeblich. „Zur Pause habe ich angesprochen, dass wir konsequenter in die Zweikämpfe gehen müssen und uns eigene Chancen erarbeiten müssen. Zumal wir nun bergab spielen“, lautete Küttners Halbzeitansprache. Während bei den Gastgebern zusehends die Kräfte schwanden, bekamen die Stahlwerker immer mehr Übergewicht. Bei der ersten Großchance scheiterte Paul Kiontke nach Zuspiel von Philipp Schröter noch am gegnerischen Schlussmann Patrick Baum.

Nach ein paar gefährlichen Freistößen sprintete Johannes Runge in der 78. Minute in einem missglückten Rückpass auf den Eutritzscher Keeper und spitzelte das Leder auf den frei stehenden Kiontke. Der Torjäger ließ sich diese Einschusschance nicht entgehen. In der Schlussminute nahm Schröter einen Pass von Tom Dornick auf und legte einen Temposprint ab der Mittellinie hin. Sein maßgeschneidertes Zuspiel verwertete Kiontke zum 2:0. „Die Jungs wussten heute ganz genau, auf was es ankommt. Wir wollten wenigstens einen Punkt mitnehmen um im Abstiegskampf wirklich auf der sicheren Seite zu stehen“, freute sich der Coach und gab noch ein Sonderlob aus: „Man sollte mal unsere Innenverteidiger Andre Köhler und Martin Magula mal extra loben. Sie präsentieren sich seit Wochen in starker Form. Sie sind sowohl bei ihren eigentlichen Aufgaben als Defensivleute stets präsent, leiten aber auch immer wieder Angriffszüge ein.“

Nach dem Spiel bedankten sich die Fans bei ihren zahlreich mit nach Eutritzsch gereisten Fans. Eigens ein Bus für die Zuschauer wurde organisiert. 327 zahlende Zuschauer, darunter sehr viele Riesaer weilten auf dem Sportplatz.