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Mittwoch, 08.08.2018

Baustart für Hospiz verzögert sich

Das Landratsamt hat die Baugenehmigung für das Objekt in Bischofswerda bisher nicht erteilt. Offenbar sieht die Behörde noch Klärungsbedarf.

Die Fronfeste in Bischofswerda. Hier soll ein Hospiz entstehen.
Die Fronfeste in Bischofswerda. Hier soll ein Hospiz entstehen.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Im August sollte Baustart sein für das in Bischofswerda geplante Hospiz, die Sanierung der historischen Fronfeste eingeschlossen. Doch dieser Termin ist nicht zu halten. Bislang hat das Landratsamt die Baugenehmigung nicht erteilt. „Zur Zeit läuft eine Nachbarbeteiligung, die noch nicht abgeschlossen ist. Wann mit einer Baugenehmigung zur rechnen ist, kann erst nach Vorlage der Nachbarbeteiligung und der abschließenden Bearbeitung beurteilt werden“, sagte eine Sprecherin der Kreisbehörde. Worum es bei der Nachbarbeteiligung konkret geht, teilte das Landratsamt auf Nachfrage nicht mit. Laut sächsischer Bauordnung muss die Bauaufsichtsbehörde „die Eigentümer benachbarter Grundstücke vor Erteilung von Abweichungen und Befreiungen benachrichtigen, wenn zu erwarten ist, dass öffentlich-rechtlich geschützte nachbarliche Belange berührt werden“. Das könnte zum Beispiel Abstandsflächen des künftigen Hospizes zu bestehenden Wohnhäusern betreffen.

Die gemeinnützige Gesellschaft Christliches Hospiz Ostsachsen mit Sitz in Herrnhut plant in Bischofswerda einen Neubau, in dem zwölf schwerkranke und sterbende Menschen betreut werden können. Der Neubau soll sich architektonisch in die historische Altstadt einfügen. „Wir halten an unserem Vorhaben fest und warten auf die Baugenehmigung“, sagte vor wenigen Tagen Geschäftsführer Stephan Wilinski unserer Zeitung. (szo)