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Dienstag, 12.06.2018

Bauantrag für Hochhaus-Sanierung eingereicht

Von Sandro Rahrisch

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Über 50 Jahre alt ist das Hochhaus am Pirnaischen Platz. Bisher ist aber nie groß etwas daran gemacht worden.
Über 50 Jahre alt ist das Hochhaus am Pirnaischen Platz. Bisher ist aber nie groß etwas daran gemacht worden.

© Sven Ellger

Beginnt schon bald die Sanierung des Hochhauses am Pirnaischen Platz? Immerhin liegt der Dresdner Bauaufsicht inzwischen ein vollständiger Bauantrag vor, teilt die Stadtverwaltung mit. Noch etwa zwei Monate hat diese nun Zeit, darüber zu entscheiden. Der Eigentümer des 14-Geschossers hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, das Haus komplett erneuern zu wollen. „Dresden Cityloft Appartements“ nennt er das Projekt. Der Bauherr wolle zunächst die alten Küchen und Toiletten ausbauen, so die Stadt. Anschließend kämen die maroden Rohre und Leitungen sowie der Estrichboden weg. So ziemlich alles im Inneren stammt noch aus der Bauzeit von 1964 bis 1966.

Bislang hatte der Bauaufsicht ein stichhaltiges Brandschutzkonzept für das Haus gefehlt. Zur Erinnerung: Das Haus darf seit März nicht mehr genutzt werden, unter anderem da ein zweites Fluchttreppenhaus fehlt. Im Zuge der Sanierung plane der Eigentümer, ein weiteres Treppenhaus auf der Nordseite des Gebäudes anzubauen, also Richtung Elbe zu. Auch im Inneren soll umgebaut werden, sodass die zukünftigen Bewohner im Fall eines Feuers schnell ins Freie laufen können.

Vom Tisch ist dagegen eine Erhöhung des bereits 50 Meter hohen Gebäudes. Zunächst war eine Überbauung der Dachterrasse vorgesehen. Dagegen hatten sich unter anderem die Neumarktwächter ausgesprochen. Das Gebäude wäre schon hoch genug und wirke sich in der Altstadt-Silhouette störend aus, hieß es damals vom Verein. Aus dessen Sicht wäre es sogar notwendig, zwei Etagen abzutragen.

Letzten Visualisierungen des Architekten zufolge sollten Grau- und Beigetöne die neue Fassade dominieren. Auch eine einfache Aufstockung des Flachbaus davor war geplant. Vielen älteren Dresdnern dürfte noch das „Gastmahl des Meeres“ in Erinnerung sein. Die Gaststätte war im Flachtrakt untergebracht, der erst Ende der 60er-Jahre angebaut wurde. Später zogen das Restaurant „Pirnaisches Tor“ und ein Delikatessenladen hinein. Inzwischen ist zumindest dieser Teil des Hauses saniert und beherbergt einen Lidl-Markt. Die ehemalige Terrasse darauf ist aber längst verschwunden.

In früheren Ankündigungen war stets von einer dreijährigen Bauzeit die Rede. Das allerdings noch mit dem Vorhaben, das Haus im bewohnten Zustand zu sanieren. Inzwischen mussten die alten Mieter das Haus aber ohnehin verlassen.

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Manfred Hengst

    Da kann man ja gespannt sein was aus dem Hochhaus wird und wer sich danach da eine Wohnung leisten kann

  2. @1

    Die Frage ist auch: Wer will dahin. Ich wöllte nicht den ganzen Tag auf Dresdens dickste Kreuzung schauen. Aber wieso Wohnungen? Ein Hotel geht doch immer!

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