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Dienstag, 04.03.2014

Bäder GmbH will Georg-Arnhold-Bad umfangreich sanieren

Nicht nur die veraltete Technik im Keller ist ein Problem. Auch das Dach des Kombibades muss womöglich erneuert werden.

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Das Georg-Arnhold-Bad muss umfangreich saniert werden.
Das Georg-Arnhold-Bad muss umfangreich saniert werden.

© dpa

Knapp sechs Monate nach seinem Amtsantritt hat der neue Bäderchef Matthias Waurick jetzt erstmals sein Bäderkonzept vorgestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates unterrichtete er gestern in nichtöffentlicher Sitzung vor allem über die geplanten Neubauten und Sanierungen. Nun ist klar: Auch das Georg-Arnhold-Bad muss umfangreich saniert werden.

Nach Informationen der Sächsischen Zeitung will die Bäder GmbH mehr als sechs Millionen Euro in das beliebte Kombibad investieren. Derzeit prüfe ein Gutachter noch, ob auch das auffällige, wabenförmige Dach erneuert werden muss.

Ärger hatte es im März vergangenen Jahres gegeben, als das Bad wegen einer Havarie schließen musste. Damals war ein Steuerteil der Lüftungsanlage kaputt gegangen. Bereits bei der Notreparatur war klar, dass die veraltete Technik in den kommenden Jahren ausgewechselt werden muss. Matthias Waurick will jedoch nicht nur die technischen Anlagen auf den neuesten Stand bringen, sondern denkt nun auch an den Bau der lange geplanten Saunalandschaft. Nach Aussage eines Aufsichtsratsmitgliedes soll das Bad so umgestaltet werden, dass es noch besser als Familienbad genutzt werden kann. Eventuell müsse das Bad auch einmal mehrere Monate geschlossen werden.

Weitere Arbeiten stehen offenbar auch in den Freibädern Mockritz und Cotta an, da bei den Sanierungen der vergangenen Jahre wohl Fehler gemacht worden sind. In Mockritz gibt es Probleme mit einem Klärbecken, in Cotta sei das Becken an einer problematischen Stelle eingebaut worden. In beiden Fällen will die GmbH versuchen, über Regressforderungen die Planer mit in die Haftung zu nehmen. Insgesamt heißt es aus Aufsichtsratskreisen, dass die Bäder GmbH an allen bestehenden Schwimm- und Freibädern festhält – keines soll geschlossen werden. Stattdessen überlegt der Bäderchef aber, das Waldbad Weixdorf in eine Art offene Badestelle umzuwandeln. Dadurch könne dort jeder frei baden und Personal eingespart werden.

Insgesamt scheint das Konzept des neuen Bäderchefs auf Wohlgefallen zu stoßen. Der Oberlausitzer hatte die Stelle als Geschäftsführer im vergangenen September angetreten. Die Bäder waren wenige Monate zuvor aus dem städtischen Betrieb in die GmbH ausgegliedert worden. (SZ/jr)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 11 Kommentare

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  1. Nachbar

    "mehrere Monate geschlossen werden" : na klar, ist ja ein " Stadtbad ". Verluste trägt der Steuerzahler, hauptsache der " Bäderchef " bekommt sein monatliches Salär. In einem priveten Unternehmen würde ein solches Projekt in max. 6 Wochen, vorzugsweise im Sommer, bei ausschließlicher Öffnung des Freibadbereiches erledigt.

  2. andreas

    @Nachbar Sie sind offensichtlich ein ausgewiesener Baufachmann der Einblick in die Bausubstanz des Arnold-Bades hat. Bieten Sie doch Ihre Dienste bei der Bäder GmbH an. Ich würde mir etwas mehr Sachlichkeit in den Komentaren wünschen damit das Niveau nicht unter ein erträgliches Maß sinkt.

  3. JaGo

    ... und was wird mit dem Bad in Klotzsche? das kann weiter verfallen?

  4. elbgeist

    @JaGo - ich bitte Sie, wen interessiert schon Klotzsche? Jetzt werden erstmal Herrn Behrs Hochlandträume erfüllt. Nee wirklich, der nächste möchte am Ende gern das Sachsenbad wiederhaben, sollens in Pieschen doch in der Elbe planschen. Aber vielleicht haben wir ja Glück - diese 1953er Truppe löst sich auf, das Stadion wird überdacht und zur Dresdner Zentralschwimmhalle umfunktioniert. Spart gleich noch den Neubau an der Freiberger Straße. Seid doch mal bissel Kreativ im Rathaus.

  5. kein Fan

    @Andreas, so abwegig ist der Kommentar vom "Nachbarn" gar nicht. Produktionsbetriebe der freien Wirtschaft halten immer sensible Komponenten, u.a. Klimaanlagensteuerungen für Produktionsräume, Motoren etc. in einem eigenen Lager vor, denn dort sind Produktionsaufälle mit massiven Folgen für das Unternehmen und deren Kunden verbunden. Nun kann man natürlich meinen, das die Dresdner Bevölkerung ohne nachhaltige Schäden einige Zeit auf ein Schwimmbad verzichten kann, muss sich aber auch die Frage gefallen lassen, ob nicht ein besseres Management solche langen Ausfälle verhindern könnte (Ersatzteilvorhaltung) und Umbauzeiten gestrafft werden können. Und der Verweis auf das "eh" gezahlte Gehalt im öffentlichen Dienst ist auch richtig. Private Leute / Unternehmen bekommen nur Geld, wenn sie eine Leistung erbringen, sonst nichts. Steuern fließen immer, auch ohne Leistungserbringung der öffentlichen Hand.

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