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Aus für die Wukamenta?

Eine dritte Auflage des Festivals auf dem Neumarkt will die Stadt nicht genehmigen. Einen Umzug lehnen die Künstler ab.

06.04.2018
Von Juliane Richter

ie Wukamenta?
So sah das Wunderkammernfestival „WuKaMenta“ 2017 auf dem Neumarkt in der Dresdner Altstadt aus.

© André Wirsig

Mit Holzinstallationen und spontanen Performances haben die Wukamenta-Macher in den vergangenen zwei Jahren auf dem Neumarkt für Aufsehen gesorgt. Kunst im öffentlichen Raum vor der Frauenkirche – mit Debatten und Spontanität.

Der Organisator des sogenannten Wunderkammerfestivals, Reinhard Zabka, glaubt, mit seinem Format bei den Dresdnern angekommen zu sein. Doch nun soll es die geplante dritte Auflage vom 6. bis 21. Juni an bekannter Stelle doch nicht geben. Das Ordnungsamt hat ihm mitgeteilt, dass die Veranstaltung dort „nicht mehr genehmigungsfähig“ ist. Zabka, der auch Chef des Radebeuler Lügenmuseums ist, fühlt sich abgeschoben. Und das, obwohl die Stadt bei der Kulturhauptstadtbewerbung auch mit der Wukamenta geworben habe. Ihm wurde ein Umzug auf die Prager Straße nahegelegt. So argumentiert die Stadtverwaltung auch auf SZ-Nachfrage. Demnach habe die Stadt Zabka mitgeteilt, „dass man etwas Neues ausprobieren sollte.“ Mit einem Umzug auf die Prager Straße könnten neue Publikumsschichten erreicht werden. Dort würde das Festival auch durch die Stadt erneut finanziell unterstützt werden. Doch warum der Neumarkt nicht mehr geeignet sein soll, erklärt die Verwaltung nicht. Zabka verweigert derzeit einen Umzug. „Wir machen ortsspezifische Kunst für den Neumarkt.“ Diese könne man nicht einfach an anderer Stelle aufbauen. Die 33 Künstler hätten bereits ein Konzept entwickelt und Partner rund um die Frauenkirche seien involviert.