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Montag, 01.10.2018

Aufsteiger zahlen Lehrgeld

Von Jürgen Schwarzund Jens Jahn

Der Wilsdruffer Joel Salomon (rotes Trikot) auf dem Weg zum Führungstor. Am Ende stand für die SG Motor ein 3:1-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des VfL Pirna-Copitz zu Buche. Foto: K.-L. Oberthuer
Der Wilsdruffer Joel Salomon (rotes Trikot) auf dem Weg zum Führungstor. Am Ende stand für die SG Motor ein 3:1-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des VfL Pirna-Copitz zu Buche. Foto: K.-L. Oberthuer

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Am 5. Spieltag der Fußball-Landesklasse blieben die Vertreter der Region ohne Sieg. Immerhin gelang dem SV Wesenitztal im Heimspiel gegen den Hartmannsdorfer SV Empor (2:2) der erste Punkt in dieser Saison. Lehrgeld zahlten die Aufsteiger. Der Heidenauer SV führte daheim gegen die SG Empor Possendorf bis in die Nachspielzeit, kassierte aber in der 95. Minute noch den Ausgleich. Die „Zweite“ des VfL Pirna-Copitz hielt im Wilsdruffer Parkstadion bis zur 57. Minute ein 0:0, unterlag dann aber der SG Motor noch mit 1:3.

Joel Salomon (57.), Lucas Lucius (75.) und Florian Dettloff (88.) trafen für die Wilsdruffer ins Schwarze, Konstantin Welz hatte zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (85.). „Uns fehlten insgesamt zehn Spieler, davon fünf Leistungsträger. Der verbliebene Rest ist aber als Einheit aufgetreten und hat verdient die Punkte geholt“, meinte Motor-Coach Paul Rabe.

Für den Heidenauer Trainer Silvio Bär war die Partie vom fünften Spieltag in der Landesklasse Mitte eine gefühlsmäßige Achterbahnfahrt. Der HSV und die SG Empor Possendorf lieferten sich vor 75 Zuschauern einen Schlagabtausch, am Ende gab es ein 3:3-Unentschieden. Nach der Führung für die Heidenauer durch Markus Hexamer lagen die Gäste zur Pause mit 2:1 vorn. „Es waren katastrophale erste 45 Minuten“, musste Bär zugeben: „Ich habe in der Kabine sachlich an alle Spieler appelliert, dass man so nichts gewinnen kann.“ In der zweiten Hälfte zeigte seine Truppe ein ganz anderes Gesicht und drehte nicht unverdient durch David Werner und Daniel Ritschel das Ergebnis um. Hinzu kamen Pfosten- und Lattentreffer.

Ausgleich fällt in der 95. Minute

Doch auch die Possendorfer gaben nie auf, und Rene Schmidt gelang in der fünften Nachspielminute noch der Ausgleich. „Wenn wir so wie in der zweiten Halbzeit in den nächsten Spielen agieren, muss uns nicht angst und bange werden“, blickte Bär schon voraus.

Der SV Wesenitztal trennte sich vom Hartmannsdorfer SV Empor 2:2 (2:1). Es war der erste Punktgewinn der Serie, SVW-Trainer Uwe Rahle dennoch unzufrieden: „Wir haben definitiv zwei Zähler liegengelassen. Es gab Riesenchancen vor der Pause, da hätten wir das Spiel entscheiden müssen. Hartmannsdorf kommt einmal vor unser Tor und verkürzt sofort. Martin Schiefner (28.) und Rico Rudolph (42.) trafen für die Gastgeber, David Glöckner (33.) für Empor. „Nach der Pause schlich sich immer mehr die Angst vor dem Ausgleich in unser Spiel ein und prompt bekamen wir den auch. Es ist schon frustrierend, wir haben die besseren Möglichkeiten, geben aber durch einfache Defensivfehler die Punkte ab“, sagte Rahle. Oliver Behge markierte den Ausgleich (71.) für die personell arg gebeutelten Hartmannsdorfer. Für Empor, in der Schlussphase durchaus mit der Möglichkeit zum Siegtor, war es der erste Auswärtspunkt und dementsprechend zufrieden traten die Gäste die Heimreise an.