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Donnerstag, 25.10.2018

Aufklärung über Schuppenflechte: „Psoriasis – gemeinsam handeln!“

Den 29. Oktober haben sich weltweit Millionen Patienten im Kalender angestrichen: Es ist Welt-Psoriasis-Tag. Für Menschen mit Schuppenflechte ein wichtiges Datum. Im Rahmen des Aktionstags wird die Öffentlichkeit über die schwere chronische Hauterkrankung informiert, Stigmatisierung und Ausgrenzung sollen ein Ende haben. Was geschieht am Welt-Psoriasis-Tag genau?

© Pixabay

Verständnis schaffen, optimale Behandlung ermöglichen

Der Aktionstag hat zum Ziel, über die Hauterkrankung Psoriasis zu informieren, ein besseres Verständnis für Betroffene zu wecken und ihnen die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. In Deutschland leiden rund 2,5 Millionen Menschen an Schuppenflechte. Zu erkennen ist die Krankheit an feuerroten Hautstellen. Sie sind mit silbrig glänzenden Schuppen übersät und bilden dicke, gelbliche Krusten. Dieser optische Makel lässt sich nur schwer verbergen und wird von vielen Menschen als abstoßend empfunden. Sie gehen auf Distanz, weil sie nicht wissen, dass Psoriasis genetisch bedingt und nicht ansteckend ist. Der Leidensdruck der Betroffenen ist entsprechend hoch, soziale Ausgrenzung begleitet die körperlichen Beschwerden.

Das große Engagement von Betroffenen

Bundesweit informieren Kliniken, niedergelassene Dermatologen und Selbsthilfegruppen zum Welt-Psoriasis-Tag über neueste Entwicklungen in der Psoriasis-Forschung. Hier finden Sie eine Liste der deutschen Städte, in denen Veranstaltungen und Symposien stattfinden. Das Motto des Aktionstages in diesem Jahr lautet: „Psoriasis – gemeinsam handeln!“ Nicht nur in Deutschland, auch in 50 anderen Ländern begehen Menschen den Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober. Die Homepage der IFPA (International Federation of Psoriasis Associations) listet eine ganze Reihe von Aktivitäten weltweit auf. Das große Engagement von Betroffenen führte im Jahr 2004 zur Gründung der Vereinigung aus mehreren Psoriasis-Verbänden. Seitdem koordiniert die IFPA das jeweilige Jahresthema und produziert das Kampagnenmaterial für den Welt-Psoriasis-Tag.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Darüber hinaus haben sich die IFPA-Mitglieder auf die Fahne geschrieben, über die Erkrankung Schuppenflechte zu informieren, den Zusammenhalt der Patienten zu stärken und den Zugang zu Behandlungen zu verbessern. Wichtig ist, dass sich Erkrankte wieder regelmäßig behandeln lassen. Inzwischen gibt es neue, hochwirksame Therapien bei Schuppenflechte.

Die Erkrankung hat viele Gesichter, daher greifen jeweils verschiedene Behandlungskonzepte. Mal wird der Wirkstoff auf die Haut aufgetragen, zum Beispiel in Form von Salben, mal werden Medikamente eingenommen, gespritzt oder per Infusion verabreicht.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kommen bei mittelschwerer und schwerer Form der Schuppenflechte sogenannte Biologika zum Einsatz. Diese biotechnisch hergestellten Medikamente mit dem Wirkstoff Secukinumab spritzt der Dermatologen unter die Haut. Hier machen Biologika die entzündungsfördernden Substanzen im Körper unschädlich und können die Beschwerden stoppen. Der Wirkstoff wird dem Patienten alle vier bis sechs Wochen verabreicht und sorgt wieder für eine gute Lebensqualität.