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Mittwoch, 08.08.2018

Auf zum Titel!

Es ist still geworden um die Bewerbung von Görlitz als Weltkulturerbe. Im Herbst könnte es wieder lauter werden. Wenn 300 Experten anreisen.

Von Susanne Sodan

„Welterbe. Wir bewerben uns!“ Die Plakate hingen am Bahnhof, jetzt sind sie weg, das Ziel ist aber noch da.
„Welterbe. Wir bewerben uns!“ Die Plakate hingen am Bahnhof, jetzt sind sie weg, das Ziel ist aber noch da.

© Pawel Sosnowski

Görlitz. Ganz schön lange her. Das Bild rechts ist 2012 entstanden. Unübersehbar hing das Banner am Parkhaus am Görlitzer Bahnhof. Es verströmt Optimismus. Aber der hatte nicht gereicht. Mit der Bewerbung 2014 kam Görlitz nicht auf die Vorschlagliste für das Unesco-Weltkulturerbe. Das Banner ist verschwunden – aber das Ziel ist noch da. Görlitz will es ein drittes Mal versuchen, mit seinen Hallenhäusern und den Handelswegen. Es ist stiller geworden um das Vorhaben, die Arbeiten laufen stärker im Hintergrund. Zuletzt wurde es wieder lauter, als Bund und Freistaat 400 000 Euro für die Hallenhaus-Ausstellung in Görlitz zusagten. Und beim Besuch von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: Die Vorsitzenden des Görlitzer Tourismusvereins überreichten ihm einen Brief, in dem sie unter anderem Unterstützung für die Weltkulturerbe-Bewerbung erbitten, auch mit Blick auf die finanziellen Aufwendungen. Dulig wies darauf hin, dass „noch Hausaufgaben“ zu machen seien. Das wird Görlitz tun. Ende September kommen bis zu 300 Experten aus Europa in Görlitz zusammen, darunter auch Vertreter des Unesco-Welterbe-Komitees.