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Freitag, 13.07.2018

Auf Umwegen in die Sächsische Schweiz

Ab Montag wird’s heftig mit dem Straßenbau. Neue Sperrungen verlangen geschicktes Navigieren.

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© Grafik: SZ

Sächsische Schweiz. Autofahrer, die in der rechtselbischen Sächsischen Schweiz unterwegs sind, haben diesen Sommer gute Chancen, immer mal wieder vor einer Sperrscheibe zu stehen.

Gesperrte Straßen

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Neuer Asphalt zwischen Pirna und Lohmen
Ab Montag wird die Hauptverkehrsader zwischen Pirna und der rechtselbischen Sächsischen Schweiz für zwei Wochen gesperrt. Die Staatsstraße S164 zwischen dem Kaufland in Copitz und dem Ortseingang von Lohmen erhält eine neue Asphaltdecke. Schon seit einiger Zeit ist dort nur noch Tempo 70 bzw. 50 bei Nässe erlaubt. Optisch scheint die Straße noch vollkommen in Ordnung zu sein, doch die vielen Fahrzeuge haben der Griffigkeit des Asphalts zugesetzt, weshalb in der Vergangenheit schon mehrere Autos aus der Kurve geschleudert wurden. Die Trasse sollte deshalb schon im Jahr 2017 saniert werden. Das wurde auf Bitten des Landratsamts in Pirna verschoben, weil damals bereits mehrere andere Baustellen rund um Pirna für Staus sorgten. In diesem Sommer sieht die Situation zwar nicht viel besser aus, gebaut wird jetzt aber trotzdem. Anwohner, Pendler, Touristen, aber auch Lkws und Busse müssen zwei Wochen lang vorm Kaufland abbiegen und die Umleitung über Dorf Wehlen nehmen. Die Wehlener Straße ist eng, kurvenreich und voller Schlaglöcher. Erfahrungsgemäß werden sich die Fahrzeuge eher langsam über die Umleitung schieben müssen. (SZ/nr)

Unger-Sperrung sorgt für Unmut an den Schleichwegen
Zwei von sechs Wochen Umleitung-Fahren haben Pendler zwischen Neustadt und Sebnitz bereits hinter sich gebracht. Die Sanierung der S 154 ab dem Ortsausgang Langburkersdorf und der Ungerkurve strapaziert das Nervenkostüm vieler Autofahrer und Anwohner. Mehrfach schon mussten die Stadt und der Landkreis mit Geschwindigkeits- und Tonnagebegrenzungen nachsteuern, denn an die offizielle Umleitung über Ehrenberg, Lohsdorf und Ulbersdorf hält sich so gut wie kein ortskundiger Autofahrer. Stattdessen kürzen viele über Krumhermsdorf und Schönbach ab. Ab dem 23. Juli müssen sich dann die Anwohner von Neustadt-Anbau auf erhöhtes Verkehrsaufkommen einstellen. Dann rückt die Baustelle von der Ungerkurve weiter in Richtung Neustadt. Dann ist nur noch der Abschnitt nach der Einfahrt zur Kirschallee und dem Ortseingang Langburkersdorf gesperrt. Zwar gilt dann noch immer die offizielle Umleitung, doch ist zu erwarten, dass Autofahrer von Sebnitz aus über die Kirschallee und den Anbau abkürzen werden. (SZ/nr)

Sanierung der B6 verlängert die Fahrt nach Dresden
Raus kommt man aus der Landeshauptstadt, rein ist etwas schwieriger. Noch eine Woche lang soll auf der B 6 zwischen Rossendorf und Dresden-Weißig gebaut werden. Die Bundesstraße ist nur stadtauswärts befahrbar. In die Gegenrichtung ist eine Umleitung über Radeberg ausgeschildert. (SZ/ce)

Hohnstein wird zur Sackgasse

Die nächste Straßensperrung folgt in Hohnstein. Ab dem 23. Juli wird an der Straße nach Ehrenberg gebaut. In der ersten Woche lässt sich die Baustelle noch ohne größere Umwege umfahren. Vorbei am Stadtbad und über den oberen, nicht gesperrten Teil der Sense geht es wieder auf die Straße Richtung Ehrenberg. Ab dem 1. August wird’s haarig, denn dann wird die Vollsperrung bis zum Abzweig nach Neustadt an der Alten Schäferei ausgedehnt. Die offizielle Umleitung erfolgt dann großräumig über Neustadt und Heeselicht. Südlich von Hohnstein ist zudem die Sense bis nach Porschdorf weiterhin gesperrt. Die Sanierung der Staatsstraße S165 zwischen Hohnstein und Ehrenberg soll bis Ende August abgeschlossen sein. (SZ/dis)

Fernwärmetrasse muss in Pirna Bundesstraße queren
Geduld gefragt ist auch auf der wichtigsten Ortsdurchfahrt von Pirna. Die B 172 in die Sächsische Schweiz ist zwischen Kochstraße und Thälmannplatz wegen einer Fernwärmebaustelle halbseitig gesperrt. Statt vier Fahrspuren stehen nur noch zwei zur Verfügung. Die Arbeiten im Bereich der B172 dauern voraussichtlich bis Mitte August. Gesperrt ist in Pirna ebenfalls die Dippoldiswalder Straße Richtung Großsedlitz, Besucher des Barockgartens werden weiträumig umgeleitet. Auch an der Wehlener Straße in Pirna-Copitz gibt es einen Engpass, hier wird der Verkehr mithilfe von Bauampeln geregelt. Die Arbeiten – ausgerechnet auf der Umleitungsstrecke nach Lohmen –sollen sich noch bis in die erste Augustwoche hinziehen. (SZ/ce)

Im großen Bogen um Stürza
Zwischen Dürrröhrsdorf-Dittersbach und Hohnstein dauert es in den kommenden Monaten ebenfalls länger. Ab Montag wird die Ortsdurchfahrt von Stürza gesperrt. Die direkte Verbindung vom wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Dobra bis zur ehemaligen Rennstrecke ist damit für den Durchgangsverkehr tabu. Die Umleitung führt großräumig über Stolpen und Langenwolmsdorf bis Heeselicht oder alternativ im Süden über Lohmen. In Stürza sowie östlich und westlich des Ortes wird die S 161 auf einer Länge von 3,6 Kilometern saniert. Die Arbeiten sind bis zum 30. November angesetzt. (SZ/dis)

Sperrungen auch im Osterzgebirge
Nicht mit auf der Karte oben verzeichnet sind zwei Sperrungen im Osterzgebirge. Lange erwartet, wird seit Mitte Mai die S174 zwischen Berggießhübel und Zwiesel gebaut. Die 2,7 Kilometer lange Baustrecke erstreckt sich von der Kreuzung Hohe Straße/Talstraße bis vor den Abzweig der K 8751 (Bahratalstraße). Gebaut wird in vier Abschnitten. Der aktuelle erstreckt sich bis 10. August von der Kreuzung Talstraße/An der Zwieselmühle bis zur Zufahrt zur Bundespolizei. Danach folgt noch ein Bauabschnitt. Am 5. September sollen die Arbeiten beendet sein und damit die Sperrung aufgehoben werden. In Liebstadt wird seit dem 9. Juli auf der Glashütter Straße, entlang des Döbraer Bachs, gebaut. Die Böschung muss hier gesichert und die Fahrbahn auf einer Länge von 60 Metern grundhaft ausgebaut werden. Der Straßenabschnitt ist voraussichtlich bis 10. August voll gesperrt. Die Umleitung führt über Börnersdorf, Hennersbach, Waltersdorf und Döbra. (SZ/sab/yp)

Am Montag werden Vollsperrungen zwischen Pirna und Lohmen sowie in Stürza eingerichtet, ab 23. Juli auch in Hohnstein Richtung Sebnitz. Dort tut’s zunächst noch eine kleine Umleitung. Ab Anfang August wartet auf Ortsunkundige zwischen Hohnstein und Ehrenberg aber eine Riesen-Umfahrung über Heeselicht und Neustadt. Sie teilen sich dort die Berghausstraße mit den Ausweichlern von der nach wie vor gesperrten Unger-Strecke. Die SZ gibt einen Überblick.