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Mittwoch, 11.07.2018

Auch Regen ließ den Elbpegel steigen

Freude über Niederschlag: Seit zwei Wochen regnete es wieder in Dresden. Das hilft Kapitänen, Gärtnern und Feuerwehrleuten.

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Die Elbe fließt mit wenig Wasser durch das Dresdner Elbtal. Entlang des Flusses werden dadurch die Kiesbänke sichtbar.
Die Elbe fließt mit wenig Wasser durch das Dresdner Elbtal. Entlang des Flusses werden dadurch die Kiesbänke sichtbar.

© dpa/Monika Skolimowska

Als es das letzte Mal in Dresden regnete, siegte Deutschland bei der WM in letzter Minute gegen Schweden. Eine gefühlte Ewigkeit ist das her. Die Böden und die Elbe sind seitdem so ausgetrocknet, dass der stundenlange Regen vom Dienstag dringend nötig war. Zehn Liter fielen bis zum Nachmittag pro Quadratmeter, teilte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes mit. Für Mittwoch und Donnerstag sind weitere Schauer möglich. In Dresden hatte es am 24. Juni zum letzten Mal geregnet. Damals fielen fünf Liter pro Quadratmeter.

Der Regen schlug sich sofort am gestiegenen Elbpegel nieder, allerdings trug er nur mit einem Bruchteil zu dessen Anstieg bei. Das Gros des Wassers schickten die Wehr-Meister des tschechischen Unternehmens Povodi Labe, die bereits am Montag den Durchfluss am Pegel Decin erhöht hatten. Darum konnte der Elbpegel in Dresden am Dienstag innerhalb eines Tages von 54 Zentimetern auf 65 Zentimeter klettern. (An dieser Stelle vielen Dank an die Leser/Kommentatoren, die uns aufmerksam gemacht haben auf die Diskrepanz zwischen dem Regen und dem Anstieg des Elbpegels in der ursprünglichen Fassung des Artikels.)

Normal sind zu dieser Zeit 175. Der Anstieg sorgte bei der Sächsischen Dampfschiffahrt für bessere Stimmung. „Ich bin froh, nach fünf Tagen, in denen ausschließlich nur Fahrten im Stadtgebiet angeboten werden konnten, morgen wieder in Richtung Pillnitz fahren zu können“, sagte Karin Hildebrand, die Leiterin der Dampfschiffahrt mit Blick auf den Tourenplan ab Mittwoch. Sie sei zuversichtlich, bis zum Wochenende weitere Fahrten ins Programm nehmen zu können. Über den aktuellen Fahrplan informiert das Unternehmen auf seiner Internetseite.

Für die Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün bedeutet der Regen noch keine Entlastung beim Gießen in der Stadt. „Die Bäume werden weiterhin gewässert, da der heutige Regen nur in die oberen Bodenschichten eingedrungen ist und die Wurzeln der Bäume in tiefere Bodenregionen reichen“, so ein Sprecher der Stadt.

Bei der Feuerwehr sorgte der Regen für entspannte Gesichter. Die Brandgefahr ist geringer geworden. Zudem gab es weder vollgelaufene Keller noch regennasse Fahrbahnen, die zu Unfällen im Stadtgebiet führten. „Wir hatten keine Einsätze wegen des Regens, dazu war die Menge einfach zu gering“, sagte Feuerwehrsprecher Rainer Jonas. Die geringe Regenmenge fand auch Stadtentwässerungssprecher Torsten Fiedler unproblematisch. Übergelaufene Kanäle oder Gullys gab es nicht, dazu war der Regen zu gleichmäßig. Zwar werde durch das Nass vermehrt Reifenabrieb und Sand von den Straßen gespült, das bereite dem Klärwerk aber keine Probleme. Der Dreck werde mittels mechanischer Reinigung aus dem Wasser geholt. (SZ/kde)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. Mo H.

    Der Artikel ist leider schlecht recherchiert. Der Elbpegel fing bereits am Montag gegen Mittag in Ústí an zu steigen und befindet sich immer noch auf diesem Niveau. Im Einzugsgebiet regnete es da noch gar nicht. Es scheint eher so, dass Tschechien den Abfluss aus den Staustufen leicht erhöht hat. Bislang gibt es wohl keinen signifikanten Anstieg des Pegels infolge des Regens.

  2. TheBeastFromTheEast

    Leider ist der Artikel noch schlechter geschrieben, als recherchiert:" Seit zwei Wochen regnete es wieder in Dresden.", kann nur zwei Wochen Dauerregen bedeuten. Die Elbe sei "ausgetrocknet", behauptet der Autor, nach der Bildunterschrift geht es mit dem Fluß nach dem Regen "bergauf" - physikalisch schwer vorstellbar. "Für" Mittwoch und Donnerstag sind weitere Schauer möglich - Deutsch als Zweitsprache? "Der Regen schlug sich sofort am gestiegenen Elbpegel nieder." Und nebenan schien die Sonne? Wer gerne schreibt, kann´s doch auch lernen ...

  3. Felix

    Der Regen war wichtig - doch viel zu gering, als dass dies nennenswerte Auswirkungen auf den Elbpegel hat. Nein, wie #1 schon schreibt: Es sind die Tschechen, die den Elbpegel beeinflussen - durch die Staustufen. Wenn die Tschechen wöllten, könnten sie die Elbe kurzzeitig nahezu trocken legen oder aber den Pegel um etliche Zentimeter (vielleicht sogar 50cm) steigen lassen.

  4. Manni

    Richtig - Usti erhöht einfach den Abfluss um 15 cbm/Sekunde und in Dresden steigt der Pegel um 10 cm! Der Regen spielt da überhaupt keine Rolle. Zusätzlich lohnt ein Blick auf die Moldaukaskade, wo z.B. Orlik sogar tageweise ohne Abfluss betrieben wird. Abgaben erfolgen nur stundenweise zur Energiegewinnung und Sicherung eines stabilen Durchflusses in Prag Der Elbpegel interessiert da niemanden!

  5. Tropoja

    @SZ: Habt Mut und macht ein Update des Artikels. Am Montag wurde die Abgabemenge in Usti von 72 auf 83 cm3/s gegen 10:00 Uhr erhöht, das ist der Grund der etwas höheren Pegelstände in Dresden, wie in den vorherigen Kommentaren schon zu lesen ist.

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