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Donnerstag, 13.09.2018

Altendorfer Glocke tönt wieder

Die Sanierung des Turmes ist geglückt. Am Sonnabend gibt es Führungen zum Uhrwerk.

Von Anja Weber

Nach Bauarbeiten geht die Schulglocke in Betrieb.
Nach Bauarbeiten geht die Schulglocke in Betrieb.

© Dirk Zschiedrich

Altendorf. Ganz neue Töne werden ab Sonnabend im Sebnitzer Ortsteil Altendorf zu hören sein. Aus dem Glockenturm wird der Klang der Schulglocke dringen. Für die Einwohner des Ortes geht damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Der Ortschaftsrat hatte sich dazu entschlossen, das Projekt an der ehemaligen Schule, der jetzigen Touristinformation, durchzuziehen. Jetzt ist es abgeschlossen.

Am Sonnabend, dem 15. September, können Glockentrum und Uhrwerk besichtigt werden. Darüber informiert Ortsvorsteher Jürgen Rämisch, der die Idee für dieses Projekt hatte. 15 Uhr ist Treff an der Touristinformation. Dann geht es hinauf auf den Dachboden. 15.30 Uhr kann das Uhrwerk besichtigt werden. 15.30 Uhr soll die Glocke in Betrieb genommen werden. Sie wird dann gegen 16 Uhr das erste Mal schlagen und dann immer wieder zu jeder weiteren vollen Stunde. Der Altendorfer Ortschaftsrat verbindet die Aktion mit einem kleinen Fest. „Für uns ist es schon eine Sensation, dass die Schulglocke wieder läuten wird“, sagt Jürgen Rämisch. Das ist allerdings nicht das Original. Das wurde nach Recherchen von Hobbyhistorikerin Irmtraud Hille 1965 verschrottet. Zum Glück hatte aber Uhrmachermeister Andreas Tschipke aus Stadt Wehlen noch eine ähnliche Glocke auf Lager und konnte diese einbauen. Das ganze Vorhaben selbst teilt sich in drei Abschnitte. Im ersten musste das Uhrwerk von manuellen auf elektrischen Betrieb umgestellt werden. Für die Arbeiten konnte der Ortsvorsteher Turmuhrmacher Andreas Tschipke gewinnen. Er ist einer der wenigen, der sich dieser Technik überhaupt noch annimmt.

In einem zweiten Abschnitt musste der Glockenturm saniert werden. Und als Letztes wurde eben jene Glocke mit Schlaghammer montiert. Das Ganze war nicht ganz billig. Und der Ortschaftsrat musste sich selbst mächtig ins Zeug legen. Finanziert wurde das Vorhaben unter anderem aus dem Budget des Ortschaftsrates. Außerdem konnten dafür auch viele Spenden gesammelt werden. Die Aktion ist nun abgeschlossen und der Altendorfer Ortschaftsrat widmet sich wieder einem neuen Projekt im Ort.