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Mittwoch, 07.03.2018 Innovationspreis Tourismus

Als Ranger im Naturpark unterwegs

Die SZ stellt die zehn Ideen vor, die beim Innovationspreis Tourismus in der Endrunde sind. Heute: Der Junior-Rangerpass vom Naturparkhaus Waltersdorf.

Von Holger Gutte

Elif und Paul beim Beantworten der Fragen für den Junior-Rangerpass im Naturparkhaus in Waltersdorf.
Elif und Paul beim Beantworten der Fragen für den Junior-Rangerpass im Naturparkhaus in Waltersdorf.

© Matthias Weber

Waltersdorf. Immer mehr Junior-Ranger erkunden den Naturpark Zittauer Gebirge. Die Kinder im Vor- und Grundschulalter können sich stolz mit einem Junior-Rangerpass ausweisen. Seit der Eröffnung des Naturparkgartens im Juni 2015 im Ortsteil Waltersdorf gibt es in der Gemeinde Großschönau die Möglichkeit, ein solcher Ranger zu werden. Immer mehr machen davon Gebrauch. „Wir wollen Kinder damit neugierig auf ihre Umwelt machen und geben ihnen spielend die Möglichkeit, Wissenswertes über die Natur zu erfahren“, berichtet Aline Lischke-Förster. Sie ist die Leiterin des Naturparkhauses in Waltersdorf. Das Angebot kommt nicht nur bei Urlaubern, sondern auch bei Einheimischen gut an, erzählt sie.

Drei Stationen müssen die Kinder absolvieren, wenn sie ein Junior-Ranger werden wollen. Die erste Station führt sie dabei in den Naturparkgarten. Hier werden ihnen an Tafeln von Querxen Fragen zur Natur gestellt. In dem naturnah angelegten großen Gartengelände gibt es gemütliche Sitzecken, Spielmöglichkeiten, Familienstationen, einem Barfußweg, Matschspielplatz und Froschteich sowie oben auf dem Berg eine schöne Panorama-Aussicht. Das Gelände zu erkunden, lohnt sich für Familien genauso wie für Kindergruppen. Und das trifft auch auf die Stationen 2 und 3 im nur fünf Gehminuten entfernten Naturparkhaus zu. Kindgerecht sind hier die Lebensräume Wald, Fels, Wasser, Feld und Wiesen dargestellt. Wiederum führen hier Querxe, aber auch Tierspuren, die Kinder spielerisch durch die Ausstellungsräume. Aber auch Erwachsene lernen durchaus noch einiges über die Natur hinzu, meint sie.

„Dadurch, dass die Kinder uns ihre ausgefüllte Postkarte für den Junior-Rangerpass zurückschicken, haben wir in etwa einen Überblick, wie viele Kinder sich mit unserem Ranger-Pass beschäftigen“, sagt Aline Lischke-Förster. Monatlich sind das immerhin 30 bis 40 Kinder. Seit der Einführung im Herbst 2015 sind so jährlich 400 bis 500 Junior-Rangerpässe vergeben worden. Und nicht nur das. Zum Pass gibt es auch eine Plakette aus Braunstein-Keramik mit dem eingravierten Naturpark-Querx darauf. Die Plakette ist extra in den Behinderten-Werkstätten angefertigt worden, erzählt Aline Lischke-Förster. Es ist ein schönes Souvenir zum Umhängen. Zugleich gibt der Pass aber auch Tipps für Exkursionen für die ganze Familie innerhalb der Naturparkgemeinden Großschönau, Hainewalde, Jonsdorf, Qybin, Mittelherwigsdorf, Olbersdorf, Seifhennersdorf und Zittau. Und er berechtigt den Junior-Ranger zu freiem Eintritt bei seinem nächsten Besuch in der Erlebnisausstellung im Naturparkhaus in Waltersdorf. Und damit möglichst viele Touristen wiederkommen, wird der Pass als Marketinginstrument genutzt. Die Junior-Ranger erhalten auf Wunsch auch eine Geburtstagskarte. Dazu gehört ein Gastgeberverzeichnis und aktuelle Informationen zum Naturpark Zittauer Gebirge.

www.naturparkhaus.net

www.innovationspreis.neisseland.de