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Montag, 23.07.2018

Alle Neune für Großenhain

Von Jürgen Schwarz

Auch Eric Bachmann (links) war beim Kantersieg der Großenhainer in Hainsberg zweimal erfolgreich. Der 29-Jährige war 2017 vom Bischofswerdaer FV gekommen. In abgelaufenen Landesliga-Vorsaison fehlte Bachmann nur einmal, spielte ansonsten immer durch. Foto: Daniel Förster
Auch Eric Bachmann (links) war beim Kantersieg der Großenhainer in Hainsberg zweimal erfolgreich. Der 29-Jährige war 2017 vom Bischofswerdaer FV gekommen. In abgelaufenen Landesliga-Vorsaison fehlte Bachmann nur einmal, spielte ansonsten immer durch. Foto: Daniel Förster

© Daniel Förster

Sehr torhungrig präsentierte sich Fußball-Landesligist Großenhainer FV 1990 im ersten Vorbereitungsspiel beim Hainsberger SV, gewann am Ende mit 9:3 (4:1). GFV-Geschäftsführer Alexander Gleis lobte die „sehr guten äußerlichen Bedingungen, dafür ein großer Dank an die Gastgeber“. Der neue Trainer Thomas Kupper konnte 17 anwesende Spieler unter die Lupe und eine erste Bestandsaufnahme vornehmen. „Das Ergebnis bewerten wir nicht über. Wir haben gesehen wo unsere Stärken und Schwächen liegen, die spiegeln sich im Ergebnis wieder“, resümierte „Alex“ Gleis. Torsten Marx (2), Paul Konrad Witschel (2), Eric Bachmann (2), Dominic Kleber, Kevin Jähnig und Tom Weihrauch trafen für Großenhain, Sebastian Null, William Wessely und Kevin Schur für die Hainsberger, immerhin amtierender Vizemeister der Landesklasse Mitte. Am Sonntag folgte dann noch ein Test beim VfB Hohenleipisch 1912. Gespielt wurde in Prösen und die Großenhainer behielten mit 3:0 (2:0) die Oberhand. Witschel zeichnete sich erneut als Doppel-Torschütze aus (24., 44.). Tor Nummer drei ging auf das Konto von Kevin Jähnig, der in der 76. Minute für den Endstand sorgte. Am 28. Juli steht für die Kupper-Schützlinge das nächste Vorbereitungsspiel in Dresden beim Ost-Landesklässler FV 06 Laubegast an.

Bereits in seine fünfte Saison geht Matthias Müller als Trainer des Radebeuler BC. Nach dem Aufstieg vor einem Jahr hatte der 63-Jährige den RBC zum Klassenerhalt und ins Landespokal-Halbfinale geführt. „Natürlich steht der Ligaverbleib an erster Stelle. In der Vorsaison hat man gesehenen, wie eng es in dieser Spielklasse zugeht. Bis zum Schluss war die halbe Liga in den Abstiegskampf verwickelt.“ Müller ist bekannt für seine fachkundige Vorbereitung. Kein Wunder also, dass die Radebeuler ebenfalls schon zwei Testspiele beim FSV Glückauf Brieske/Senftenberg (3:1) sowie bei der SG Weißig (4:1) absolviert haben.

Personell hat sich beim RBC nach dem Weggang einiger Leistungsträger (Richard Schöne, Philip Heineccius, Willi Richter) noch nicht sehr viel getan. „Es wird immer schwieriger, Spieler mit ausreichender Qualität für diese sechste Liga zu bekommen“, meint „Lotte“ Müller. „Wir haben den jungen Torwart Gregor Haseloff von der SG Striesen verpflichtet, außerdem jeweils einen Spieler der SG Weixdorf und von TuS Weinböhla zum Probetraining beim RBC.“

Mit dem ersten Test war Müller recht zufrieden: „Das war ein ordentliches Spiel, wobei Kopas, Groß und Kunze noch fehlten, weil sie im Urlaub waren.“ Die Tore erzielten Kapitän Felix Graage (48.) sowie Florian Müller (62.) und Benno Töppel (82.), für den gastgebenden Verbandsligisten traf Michael John (80.). In Weißig waren Müller (10.), Zdenek Kopas, Philipp Schramm (86.) und Erik Talke (89.) erfolgreich. Den Ehrentreffer für den Aufsteiger in die Dresdner Stadtoberliga markierte William Schult in der 20. Minute. Das nächste Vorbereitungsspiel bestreitet der RBC am Mittwoch ab 19 Uhr beim TSV Rotation Dresden.

Zehnkämpfer erzielt zwei Treffer

Die BSG Stahl Riesa unterlag in der heimischen Feralpi-Area dem 1. FC Romonta Amsdorf aus der Verbandsliga Sachsen-Anhalt mit 1:4. Die Gäste, im zurückliegenden Spieljahr Siebenter der Verbandsliga Sachsen-Anhalts, führten zur Pause bereits mit 2:0. Das 0:1 aus Riesaer Sicht resultierte aus einem Eigentor aus einer unübersichtlichen Situation im Strafraum heraus (3.). Robert Wagner legte in der 17. Minute nach. Die beiden weiteren Treffer der Amsdorfer gingen auf das Konto von Rico Freimuth. Der ehemalige Vize-Weltmeister im Zehnkampf nimmt momentan eine Auszeit von der Leichtathletik und spielt Fußball in Amsdorf. „Er macht das richtig gut. Er ist pfeilschnell und hat dazu noch die Übersicht mit dem Ball“, staunte Riesa-Trainer Daniel Küttner. Freimuth verwandelte zunächst einen Strafstoß (66.) und bewies in der 84. Minute sein fußballerisches Geschick mit einem überlegten Abschluss nach einem Solo.

Für die Stahl-Elf markierte der erfahrene Martin Magula in der 77. Minute per Kopfball den Ehrentreffer. „Es war ein sehr guter Test gegen einen spielstarken Gegner. Für Romonta war es bereits das vierte Vorbereitungsspiel, das hat man gespürt“, erklärte Küttner. Seinen ersten Einsatz im Trikot der Riesaer absolvierte Verteidiger Oliver Pohling. Der 20-Jährige kam vom Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz zu Stahl, spielte zuvor für den SC Borea und den Bischofswerdaer FV. Torwart Chris Föllner von Wacker Dahlen musste wegen einer Zahnvereiterung diesmal noch passen.

Am Dienstag gastieren die Riesaer beim FSV Oschatz (19 Uhr), am Sonnabend, ab 11.30 Uhr, spielen die Küttner-Schützlinge im Ostrapark gegen die Bundesliga-A-Junioren der SG Dynamo Dresden. (mit jj)