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Donnerstag, 09.08.2018

Aldi baut um

Der Discounter schließt für eine Woche zum Modernisieren – doch der große Neubau an der Dresdner Straße kommt noch.

Von Birgit Ulbricht

Für eine Woche wird der Einkaufsmarkt geschlossen. Foto: A. Hübschmann
Für eine Woche wird der Einkaufsmarkt geschlossen. Foto: A. Hübschmann

© Anne Hübschmann

Großenhain. Am Donnerstag schließt der Aldi-Markt, um nur eine Woche später am 16. August neu zu eröffnen. Was eine Woche lang hinter den Kulissen passiert, wird noch nicht verraten. Immerhin so viel: Der Markt wird innern komplett neu gestaltet. Auf 810 Quadratmetern will sich der Filialist heller, übersichtliche und moderner präsentieren. Neu: Am Eingang wird in einer Woche eine Backstation mit 30 Brot- und Backwaren stehen. Völlig neu wird die Obst- und Gemüsetheke als Frischeinsel gestaltet. Ebenso bei Fleisch und Fisch.

Der Umbau wird allerdings nur für etwa anderthalb Jahre bestehen. Denn will Aldi richtig loslegen. Derzeit läuft ein Bebauungsplanverfahren, um den Markt an der Dresdner Straße komplett neu zu bauen. Geplant ist, das Gebäude um 90 Grad zu drehen, die Einkaufsfläche um 250 Quadratmeter zu erweitern und die Parkplätze neu anzuordnen. Eine Entwicklung, die nicht jedem gefällt, auf die die Stadt nun aber kaum Einfluss hat, denn nach zehn Jahren können die Discounter ihre Märkte im gesetzlich möglichen Rahm anpassen. Um den Standort des damaligen Ruinengrundstücks von Habenicht & Co. gab es schon 2005 Ärger. Damals hatte die Stadt schnell eine Veränderungssperre über den Gerberdamm gelegt. Zu spät, der Bauantrag war vom Discounter gestellt und das Rathaus hatte keine Möglichkeit mehr, nachträglich einen Markt an diesem Standort abzulehnen. So klagte die Stadt gegen einen Bauvorbescheid des Landratsamtes zur Errichtung eines Aldi-Marktes vor dem Verwaltungsgericht in Dresden und verlor schlussendlich. Das war wiederum Auslöser, ein Handelsgutachten zu erstellen. Es war fortan ein Mittel, um Marktansiedlungen auf der grünen Wiese von Großenhain fernzuhalten, um die Innenstadt vor der Verödung zu schützen.