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Donnerstag, 13.09.2018

AfD-Kandidat tritt nicht erneut an

Joachim Keiler verzichtet auf den zweiten Wahlgang im Meißner OB-Wahlkampf. Jetzt schießt sich die AfD auf Frank Richter ein.

Von Peter Anderson

AfD-Kandidat Joachim Keiler tritt bei der OB-Wahl in Meißen nicht im zweiten Wahlgang an. Im ersten Wahlgang am 9. September hatte der Dresdner Rechtsanwalt knapp 14 Prozent der Stimmen auf sich vereint.
AfD-Kandidat Joachim Keiler tritt bei der OB-Wahl in Meißen nicht im zweiten Wahlgang an. Im ersten Wahlgang am 9. September hatte der Dresdner Rechtsanwalt knapp 14 Prozent der Stimmen auf sich vereint.

© Archiv/Claudia Hübschmann

Meißen. Die Zahl der Kandidaten im Wettbewerb um den Chefposten im Meißner Rathaus ist auf drei zusammengeschrumpft. Das war am Donnerstagvormittag für die SZ zu erfahren. AfD-Kandidat Joachim Keiler tritt nicht erneut an. Im ersten Wahlgang am 9. September hatte der Dresdner Rechtsanwalt knapp 14 Prozent der Stimmen auf sich vereint.

Die Entscheidung für seinen Rücktritt soll intensiv und kontrovers diskutiert worden sein. Sie hatte sich bereits am Vortag angekündigt, als die Meißner AfD einen knalligen Flyer veröffentlichte. Darauf heißt es: „Wer Richter wählt, wählt mehr Migration in Meißen.“

Gleichzeitig hinterfragt die Partei weiter die Rolle Richters im Herbst 1989. „Ich gehe nicht davon ab: Richter ist nicht Gründer der Gruppe der 20 gewesen“, so der Meißner AfD-Kommunalpolitiker Heiko Knorr. Dresdens Ex-Oberbürgermeister Herbert Wagner hatte im Gegensatz dazu am Mittwoch nochmals die Wichtigkeit Richters für den Dialog zwischen Bürgern und Staatsmacht Anfang Oktober 1989 hervorgehoben.

Die AfD organisiert nun zu diesem Thema eine Veranstaltung mit DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Barbe. Sie ist voraussichtlich für den 20. September, abends, geplant. Der zweite Wahlgang im Wettbewerb um den Meißner Oberbürgermeisterposten findet am 23. September statt.