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Dienstag, 10.07.2018

Ärger um defekte Parkautomaten

Zwei Geräte wurden zerstört. Der Stadt Tharandt fehlen damit Einnahmen.

Von Verena Schulenburg

Derzeit kann man kein Geld in den Parkscheinautomaten in Spechtshausen stecken – der Automat wurde zerstört.
Derzeit kann man kein Geld in den Parkscheinautomaten in Spechtshausen stecken – der Automat wurde zerstört.

© Symbolfoto: Norbert Millauer

Tharandt. Dieses Gerät lädt offenbar zum Randalieren ein. Der Parkscheinautomat in Spechtshausen ist vergangene Woche zerstört worden (SZ berichtete). Unbekannte hatten es wohl auf die Geldkassette im Inneren abgesehen. Auch wenn erst noch geprüft werden muss, ob die Täter erfolgreich waren oder nicht, steht bereits der Schaden am Automaten fest. Rund 300 Euro kostet die Reparatur des Gerätes, wie Tharandts Ordnungsamtschef Holger Jakob sagt. In den kommenden Tagen wird ein Techniker ausrücken und den Schaden beheben.

Die Reparatur ist aber nicht der einzige Umstand, welcher der Stadt Geld kostet. Während der Automat außer Betrieb ist, bleiben auch die Einnahmen aus. Ähnlich ist es derzeit auf dem Wanderparkplatz in Grillenburg. Auch dort haben Täter beinah zeitgleich zum Fall in Spechtshausen Gewalt am Parkscheinautomaten ausgeübt – mit derselben Masche. „In beiden Fällen wurde versucht, die Automaten aufzubohren“, erklärt Jakob. Auch hier klebt seitdem der Hinweis „außer Betrieb“.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Parkscheinautomaten attackiert wurden. Das Gerät in Spechtshausen befindet sich am Waldrand. Die etwas versteckte Lage zieht offenbar Kriminelle an. In Grillenburg ist es nicht anders. Auch dort steht das Gerät an einem eher exponierten Platz.

Dabei sei es zwecklos, auf die Geräte loszugehen, sagt der Ordnungsamtschef. Abgesehen davon, dass es schwierig sei, an das Geld ranzukommen, müsse der Diebstahl nicht unbedingt erfolgreich sein. „Die Kassetten werden regelmäßig geleert“, sagt Holger Jakob. Ärgerlich und kostspielig sei es vor allem, die defekten Geräte wieder in Gang zu bringen. Im Rathaus werde deshalb bereits überlegt, wie Täter künftig abgeschreckt werden könnten, beispielsweise mit Bewegungsmeldern.