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Dienstag, 30.01.2007

Ältester Mann Deutschlands mit 109 Jahren in Witten gestorben

Witten. Der älteste Mann Deutschlands ist im Alter von 109 Jahren in Witten gestorben. Robert Meier sei am Montag friedlich in einem Krankenhaus eingeschlafen, berichtete die Stadtverwaltung am Dienstag. Meier wurde am 10. März 1897 als Kind deutscher Eltern im ukrainischen Sergejewka geboren. Kurz vor Weihnachten kam der Senior nach einem Sturz in eine Klinik. Bis dahin war er fit und hatte allein in seiner Wohnung gelebt sowie den Haushalt selbst erledigt. Kurz vor einer geplanten Operation wegen Atemschwierigkeiten nach dem Sturz starb Robert Meier.

Der älteste Mensch Deutschlands ist weiterhin mit 111 Jahren die Berlinerin Irmgard von Stephani. Am Sonntagabend war der bis dahin älteste Mensch der Welt, die Amerikanerin Emma Tillman, im Alter von 114 Jahren gestorben. Wer nun weltweit ältester Mensch ist, konnte noch nicht geklärt werden.

Der Wittener Robert Meier wurde einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als er im vergangenen Oktober für 70 Jahre SPD- Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde und in Berlin mit führenden Politikern zusammen kam. Im selben Monat besuchte ihn Weltkriegs- Veteran Henry Allingham (110) aus England. Sie wollten dieses Jahr zusammen den 111. von Henry feiern.Meiers Rezept für ein langes Leben bestand aus Haferflocken, Hühnersuppe, Brote und auch ein Bier oder Kaffee durften nicht fehlen. „Zu viel Gesundes ist auch nicht gesund“, hatte Meier zum 108. Geburtstag verraten. Bei seinem Hausarzt musste er sich kaum sehen lassen.

Robert Meier war zwei Mal Soldat, 1915 und 1942. Er gehörte zu den letzten Veteranen des Ersten Weltkriegs. „Ich habe noch unseren Kaiser erlebt,“ sagte er vergangenen März. Nach 1945 kam er in seine zweite Heimat, nach Bayern. Daher rührte seine Vorliebe für zünftige Blasmusik. Später als Eisenbahner ging er nach Witten ins Ruhrgebiet. An seinem 100. Geburtstag tanzte er noch Rock 'n' Roll. (dpa)