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Montag, 07.05.2018

ADAC wechselt die Spur

Dresden. Beim ADAC sollen im Zuge eines Sparkurses weniger Jobs wegfallen als ursprünglich geplant. Statt der im Herbst 2017 angekündigten 400 Stellen werden nur etwa um die 250 abgebaut, „so sozialverträglich wie möglich“, sagte Präsident August Markl vor der Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) am Samstag in Dresden. Damit sei bereits begonnen worden. Mit einem Zukunftsprogramm „Pole Position“ soll bis 2020 die Neuausrichtung des Autofahrer-Vereins gelingen. „Wir machen Deutschland e-mobil.“ Die Mobilitätsoffensive sei ein Beitrag für mehr Gesundheits- und Klimaschutz in Deutschland.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte der Verein laut Markl ein Millionendefizit. Dank einer Ausschüttung von fast 54 Millionen konnte das negative Vereinsergebnis auf minus 8 Millionen Euro verbessert werden, gab der Präsident bekannt. Nach Abzügen blieben Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen von 508 Millionen Euro – 16 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Für Leistungen der Pannen- und Unfallhilfe wurden 338,3 Millionen und damit 2,5 Millionen Euro mehr ausgegeben.

Der ADAC will sich laut Markl vom Pannen- zum Mobilitätshelfer wandeln. „Wir wollen Helfer in allen Lebenslagen sein, die mit Mobilität zusammenhängen.“ Es gehe um digitale Beratung, Information und Service, wie die Mitglieder am besten von A nach B kommen – „zu Fuß, mit Fahrrad, Motorrad, Auto oder Flugzeug und möglichst ohne Panne“.

Der neue Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, warb für Elektromobilität, warnte aber zugleich vor einer Politik gegen den Diesel und kritisierte die pauschale Verurteilung der Branche im Zuge des Abgasskandals.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) glaubt an den Diesel. Er selbst hat „für uns“ ein solches Fahrzeug bestellt, sagte er in einem Grußwort. „Wir sollten sehen, dass wir nicht zu Fahrverboten kommen.“ Auch Stau-Vermeidung, Verkehrsmanagement und andere alternative Maßnahmen helfen, die Belastungen zu senken. „Wir müssen alle dafür sorgen, dass die Angst in der Bevölkerung vor Enteignung aufhört.“ (dpa)

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