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Freitag, 18.05.2018

Abwasserkunden sollen Auskunft geben

Die Oewa hat jetzt alle 7000 Selbstauskunftsbögen fürs Oberflächenwasser versendet. Viele Kunden antworten schnell – andere werden gemahnt.

Von Jens Hoyer

Symbolbild: Ab Januar 2018 wird das eingeleitete Oberflächenwasser bei der Berechnung extra berücksichtigt.
Symbolbild: Ab Januar 2018 wird das eingeleitete Oberflächenwasser bei der Berechnung extra berücksichtigt.

© Dietmar Thomas

Döbeln. Ein reichliches halbes Jahr hat der Abwasserzweckverband (AZV) Döbeln-Jahnatal noch Zeit zur Einführung seiner neuen Abwasserentgelte. Ab Januar 2018 wird das eingeleitete Oberflächenwasser bei der Berechnung extra berücksichtigt. Grundlage ist die Größe der versiegelten Flächen – Dächer, wasserdicht versiegelte Höfe, Wege, Stellflächen. Die Oewa als Betriebsführer des AZV hat jetzt die letzten von rund 7 000 Selbstauskunftsbögen an die Kunden verschickt. Damit sei ein wichtiges Etappenziel erreicht, so die Oewa in einer Pressemitteilung. Schon im vergangenen Jahr hatte der Wasserdienstleister begonnen, die Briefe zu versenden. Die Döbelner Grundstücksbesitzer waren die letzten, die diese erhalten haben.

Bis jetzt haben sich rund drei Viertel der angeschriebenen Kunden zurückgemeldet. Ein guter Wert, findet René Kroll, der stellvertretende Bereichsleiter Kundenservice bei der OEWA. Da einige Kunden die Bögen gerade erst erhalten haben, müsse man sich noch etwas gedulden.

Allerdings verschickt die Oewa an die ersten Kunden, die noch nicht reagiert haben, schon Erinnerungsschreiben. „Wenn auch darauf keine Reaktion erfolgt, sind wir durch Beschluss des AZV verpflichtet, für die spätere Berechnung des Entgeltes die gesamte Grundstücksfläche heranzuziehen – nicht nur die versiegelte“, sagte René Kroll. Damit würden die Kunden weit mehr zahlen als notwendig ist.

Die Oewa will die Datenerhebung bis zum dritten Quartal dieses Jahres abschließen. Danach erfolgt die Neukalkulation der Abwasserentgelte für den Bereich des AZV Döbeln-Jahnatal.