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Dienstag, 07.08.2018

54 Deutsche an türkischer Grenze abgewiesen

Berlin. Mindestens 54 Deutschen ist seit Jahresbeginn die Einreise in die Türkei verweigert worden. Damit bleibt die Zahl der Zurückweisungen an türkischen Flughäfen und Grenzübergängen zwei Jahre nach dem gescheiterten Putschversuch hoch. 2017 registrierte das Auswärtige Amt insgesamt 95 Fälle. Die Zahl der in der Türkei aus politischen Gründen festgenommenen Deutschen ist rückläufig. Während es im ersten Jahr nach dem Putschversuch 24 Festnahmen gab, waren es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sechs. Vier der Inhaftierten sind bis heute hinter Gittern. Die Zahlen gehen aus einer Antwort von Staatsminister Michael Roth auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Alexander Neu hervor. (dpa)

Theologe fordert Beitritt zu Atomwaffen-Verbotsvertrag

Bremen. Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bundesregierung aufgefordert, der Uno-Vereinbarung über ein Atomwaffenverbot beizutreten. Bei einer Mahnwache zu den Jahrestagen der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki auf dem Bremer Marktplatz sagte Brahms, aus christlicher Sicht gebe es keine Legitimation für Atomwaffen. „Allein die 20 Atomsprengköpfe, die in Büchel in der Eifel lagern, haben eine Sprengkraft, die 80-mal höher ist als die Sprengköpfe aus Hiroshima und Nagasaki.“ (epd)

Zu Unrecht abgeschobener Afghane kommt zurück

Berlin/Kabul. Rund einen Monat nach seiner unrechtmäßigen Abschiebung soll ein Afghane in dieser Woche wieder nach Deutschland zurückkehren. Das sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. Die Rückholung des Mannes war bereits am 18. Juli angeordnet worden. Das Asylverfahren des Afghanen, der in Mecklenburg-Vorpommern lebte, war zum Zeitpunkt der Abschiebung noch nicht abgeschlossen. Daher hätte der Mann nicht abgeschoben werden dürfen. Eine Klage des Asylbewerbers gegen die Ablehnung seines Antrages war noch an einem Verwaltungsgericht anhängig. (epd)

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