erweiterte Suche
Montag, 04.06.2018

40 Punkte sind erreicht

Von Frank Korn

Der Döbelner Angreifer Amidu Dadi, hier im Zweikampf mit einem Bornaer, steuerte zwei Treffer zum sieg des DSC bei.Foto: Jörg Schreiber
Der Döbelner Angreifer Amidu Dadi, hier im Zweikampf mit einem Bornaer, steuerte zwei Treffer zum sieg des DSC bei. Foto: Jörg Schreiber

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Mit einem ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen den Bornaer SV haben sich die Landesklassefußballer des Döbelner SC endgültig aller Sorgen im Abstiegskampf entledigt. Der DSC hat die „magische 40-Punkte-Grenze“ erreicht und spielt auch in der kommenden Saison in der Landesklasse. Trotz des Erfolges war Trainer Uli Löser nur zum Teil zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Nach unserer eigenen 2:0-Führung haben wir in der Verteidigung richtig schwach gespielt und so gute Chancen der Bornaer zugelassen. Wir hätten uns nicht wundern dürfen, wenn die Gäste zur Pause 4:2 geführt hätten“, sagte Löser. Ein weiterer Kritikpunkt war der Feldverweis gegen Toni Bunzel in der 55. Minute. „Klar wird Toni in dieser Szene von seinem Gegenspieler attackiert, dennoch war seine Reaktion unnötig“, so Löser. Stolz war der Trainer aber darauf, wie seine Truppe die Unterzahl wegsteckte, und sogar noch zwei Tore draufpackte.

Gegen die bereits als Absteiger feststehenden Gäste gingen die Döbelner schnell in Führung, Jesse Thalheim und Amidu Dadi sorgten nach 17 Minuten für einen eigentlich beruhigenden 2:0-Zwischenstand. Danach schaltete der Gastgeber offenbar einen Gang zurück, denn der BSV kam nun oft zu leicht vors Döbelner Tor, doch versiebten die Gäste ihre Chancen teilweise fahrlässig. Jens Wagner hatte per Freistoß nach einer halben Stunde die beste Chance, der Ball flog knapp übers Tor.

Die zweite Halbzeit begann ohne nennenswerte Höhepunkte, jedoch überschlugen sich nach zehn Minuten die Ereignisse auf dem Feld. Nach einem Zweikampf mit Nico Winkler ließ sich Toni Bunzel zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde von Schiedsrichterin Jennifer Schubert des Feldes verwiesen. Nachdem zahlreiche Spieler mit dem Schiedsrichtergespann und untereinander noch die jeweiligen Meinungen austauschen mussten, verwandelte Jens Wagner vier Minuten später den fälligen Strafstoß zum Anschlusstreffer. „Die Schiedsrichterin wollte zunächst auf Freistoß entscheiden. Nach Beratung mit ihrem Assistenten entschied sie dann auf Elfmeter“, schildert Uli Löser die Situation.

Eine halbe Stunde, ein Tor Vorsprung und ein Mann weniger – das könnte knapp werden, dachten wohl nicht wenige Zuschauer im Heinz-Gruner-Sportpark. Doch der Eindruck von Döbelns Trainer Ulrich Löser vor dem Spiel, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit nicht mehr mithalten könne, sollte sich bewahrheiten. Amidu Dadi (67.) und David Gerold (70.) sorgten schnell für die endgültige Entscheidung. Danach verwalteten die Muldenstädter das Spiel und ließen nichts mehr anbrennen.

Mit diesem Sieg verbesserten sich die Döbelner wieder auf den achten Tabellenplatz. Dabei profitierten sie vom Patzer des SV Liebertwolkwitz, der gegen den SV Süptitz nur ein 1:1 erreichte. An der Tabellenspitze hat der HFC Colditz sein Heimspiel gegen den FSV Krostitz mit 3:4 verloren und die Spitze damit an den Kontrahenten abgegeben. Weder die Krostitzer noch die Colditzer wollen übrigens in die Landesliga aufsteigen. Während der FSV dies fristgerecht bekanntgab, erklärten die Colditzer zunächst ihre Bereitschaft, zogen diese aber nun doch zurück. Ob dies sportgerichtliche Konsequenzen nach sich zieht, bleibt abzuwarten. Den Aufstieg dürfte sich nun wohl die SG Taucha sichern, die vor den letzten zwei Spielen fünf Punkte Vorsprung auf Blau-Weiß Leipzig hat. (DA/dsc)