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Dienstag, 12.06.2018

40 Millionen für Forschung zur DDR

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Eine DDR-Fahne weht in einer Kleingartenanlage auf Rügen.
Eine DDR-Fahne weht in einer Kleingartenanlage auf Rügen.

© Symbolfoto: Stefan Sauer/dpa

Berlin. Zur tieferen Erforschung der DDR-Geschichte und des SED-Unrechts fördert das Bundesforschungsministerium 14 Forschungsverbünde mit bis zu 40 Millionen Euro. Zu den Forschungsfragen zähle begangenes Unrecht, etwa in Haftanstalten, Erziehungsheimen, im Gesundheitswesen sowie gegen Ausreisewillige, teilte das Ministerium am Dienstag in Berlin mit.

Untersucht werden sollten auch „Modernisierungsblockaden“ in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein weiterer Fokus liege auf den Nachwirkungen der DDR und ihres Endes bis heute. Der Sender MDR Thüringen hatte zuerst über die Förderung berichtet, von der Projekte unter der Federführung von Universitäten in Berlin, Leipzig, Mainz, Kiel, Jena, München, Bremen, Jena, Kaiserslautern, Dresden und Bochum profitieren werden.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte: „Viele Menschen in unserem Land haben nur ein geringes Wissen über die DDR.“ Wissenslücken sollten geschlossen werden. „Denn für freie und demokratische Gesellschaften ist es entscheidend, die eigene Vergangenheit zu kennen und kritisch zu hinterfragen.“ Die Forschungsergebnisse sollten in die Gesellschaft getragen, Gedenkstätten und andere Akteure in die Verbünde einbezogen werden.

Der Start der Projekte ist ab Herbst 2018 vorgesehen. Die DDR-Forschung soll in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft verankert werden. Insgesamt wird das Ministerium 32 Hochschulen fördern. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Realsit

    Das Forschungsprojekt sollte sich nicht einseitig auf die DDR beziehen sondern auf gesamtdeutsche Nachkriegsgeschichte. Die beginnt damit die Verantwortung darzustellen warum es zur Teilung Deutschlands unter Adenauer kam. Das geht weiter über die Frage das in der Bundesrepublick ein großer Teil ehemaliger NS-Funktionäre von Globke über Gehlen ect in hohe Ämter gehieft wurden. Wie es auch in der Bundesrepublik analog der DDR Verwerfungen im Strafvollzug oder der Tatsache das auch hier Eltern Kinder entzogen wurden ohne das die volle Begründung vorhanden war. Konterganskandal ,Spionagewahn analog der DDR. Auch die Frage warum es 1968 zu Unruhen kam . Um es nochmals deutlich zu sagen - wir sind heute glücklicherweise ein Deutschland - aber bei Geschichtsaufarbeitung müssen beide ehemalige Deutschlands betrachtet werden u. Ursachen u. Folgen real dargestellt werden um daraus zu lernen. Es muß historisch u.nicht politisch verblendet gesehen werden.

  2. Abwarten

    @1 Realsit (oder vielleicht doch Real-Shit?): Hast du aber hübsch aus deinem Staatsbürgerkunde-Buch abgeschrieben. Aber das Problem mit Leuten, die deine Ansichten teilen, wird sich biologisch lösen.

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