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Mittwoch, 16.05.2018

1,5 Millionen für ein neues Becken

Der AZV erweitert das Regenüberlaufbecken. Auch im kommenden Jahr wird das Projekt Kläranlage fortgesetzt.

Von Eric Mittmann

Die Baustelle auf dem Gelände der Harthaer Kläranlage. Hier soll künftig ein neues Regenüberlaufbecken entstehen.
Die Baustelle auf dem Gelände der Harthaer Kläranlage. Hier soll künftig ein neues Regenüberlaufbecken entstehen.

© André Braun

Hartha. Die Bauarbeiter sind bereits fleißig am Werke. Mit zwei Kränen werden Material und Ausrüstung in die Grube gehoben, in der bereits die ersten Betonteile aufgebaut sind.

Der Abwasserzweckverband Untere Zschopau (AZV) lässt derzeit auf dem Gelände der Harthaer Kläranlage das Regenüberlaufbecken erweitern. „Wir hatten dort bereits ein Stahlbetonbecken mit einem Fassungsvermögen von 550 Kubikmetern“, erklärte Rainer Müller, Leiter für Technik und Investitionen beim AZV. „Daran wird jetzt noch ein neues Becken angebaut.“

Zwei Lose wurden für das Projekt vergeben, das laut Müller etwa 1,7 Millionen Euro kostet. Dabei gehen etwa 1,3 Millionen Euro an die Firma Hüttner aus Chemnitz, die sich um den Bau kümmern soll. Die restlichen rund 400 000 Euro sind für die Ausrüstung geplant, die von der WKS Technik GmbH aus Dresden zugeliefert wird.

Um das Volumen des Beckens zu vergrößern, musste zunächst ein Teil des vorhandenen Stahlbetonbaus abgerissen werden. „Wir mussten eine der alten Wände entfernen. Das neue Regenüberlaufbecken wird nun an eben dieser Stelle angefügt“, erklärte Ina Wagner, Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbands Untere Zschopau. Derzeit liegen die Arbeiten dem Verband zufolge im Plan. „Bis zum Ende des Jahres wollen wir das Projekt abgeschlossen haben“, sagt Müller.

Die Erneuerung der Harthaer Kläranlage ist damit jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Im Februar vergab der Verband bereits die Ausführungsplanung für das nächste große Projekt: die Erneuerung der biologischen Abwasserreinigung. Weil diese mittlerweile verschlissen sei und nicht mehr den heutigen Standards entspreche, soll die Anlage in den kommenden Jahren einem Neubau weichen. Die Ausführungsplanung übernimmt dabei das Ingenieurbüro für Tiefbau in Liechtenstein. „Dieses hat bereits die Genehmigungsplanung übernommen“, sagte der Leiter für Technik und Investitionen während der Vergabe. „Die Ausführungsplanung sollte nun noch einmal ein halbes Jahr dauern.“

Zeitgleich dazu soll noch die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde eingeholt werden. Dabei zeigte sich der Leiter für Technik und Investitionen bereits im Februar sicher, dass der AZV diese erhält. Allerdings müsse der Verband abwarten, inwiefern die Behörde Auflagen für den Bau fordert.

Derzeit liegen die Unterlagen laut Müller noch bei der Unteren Wasserbehörde. Sobald die Planung fertiggestellt und die Genehmigung eingeholt sind, soll das Projekt jedoch ausgeschrieben werden. „Unsere Absicht ist es, den Auftrag noch dieses Jahr zu vergeben“, so der Leiter für Technik und Investitionen. Der eigentliche Bau soll dann noch einmal ungefähr zwei Jahre dauern.