| THEMA: Waldschlößchenbrücke |
Samstag, 26. Januar 2008
(Sächsische Zeitung)
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Mehrheit der Dresdner lehnt Baustopp für Brücke ab
Von Thilo Alexe
Mehr als die Hälfte will einer Umfrage zufolge, dass am Waldschlößchen gebaut wird. Was genau, ist aber umstritten.
Hier entsteht das künftige Regenrückhaltebecken. Später wird das Tunnelwasser in das Becken eingeleitet und dosiert wieder in die Kanalisation abgegeben. Bohrpfähle werden bis zu 15 Meter tief in die Erde gerammt. Sie sichern später die Fundamente. Hier werden Spundwände für Fundamente und Stützen gesetzt. An dieser Stelle wird das Erdreich für ein Fundament abgetragen. Foto: MKL-News
In sz-online
Umfrageergebnisse
im Überblick
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Brücke oder Tunnel? Ein Vergleich
Pro und Contra zu beiden möglichen Elbquerungen
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Fotos, Hintergründe und Debatte um Brücke oder Tunnel
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Geht es nach der Mehrheit der Dresdner, werden am Waldschlößchen die Bagger weiter rollen. Bei einer repräsentativen Umfrage unter 554 Einwohnern sprechen sich 57 Prozent gegen den von linken Stadtratsfraktionen erwogenen Baustopp aus. 35 Prozent sind dafür, die Arbeiten vorerst ruhen zu lassen, um den Welterbetitel nicht zu gefährden. Also ein klarer Sieg für der Befürworter der Brücke in ihrer bislang geplanten Form? Nicht ganz. Zu den Überraschungen der Umfrage zählt dieser Fakt: Von denen, die den Baustopp ablehnen, sind immerhin 49 Prozent dafür, die Brücke zu verändern. Nur 43 Prozent der Baustopp-Gegner wollen, dass im Elbtal nach Plan weitergearbeitet wird.
Und wie tickt die Gegenseite? Auch hier fördert die Umfrage Überraschendes zutage. Die breite Mehrheit der Baustopp-Befürworter (61 Prozent) ist für Umplanungen zugunsten eines Tunnels. Immerhin ein Fünftel von ihnen spricht sich dafür aus, die Bauarbeiten für immer ruhen zu lassen und drängt damit auf eine Null-Lösung am Waldschlößchen. Nur 13 Prozent der Baustopp-Anhänger wollen eine andere Brücke.
Insgesamt schneidet die unterirdische Tunnellösung eher schlecht ab, und das trotz der vergleichsweise großen öffentlichen Präsenz durch den Start eines Bürgerbegehrens. Die Mitarbeiter der Saxophon GmbH fragten am Telefon nämlich, unabhängig von der Haltung zum Baustopp, welche Varianten die Dresdner bevorzugten: Brücke wie bisher, leicht veränderte Brücke, Tunnel oder gar nichts.
Ergebnis: Nur annähernd jeder Vierte (exakt: 24 Prozent) der zwischen Dienstag und Donnerstag Befragten favorisiert einen Tunnel. Satte 62 Prozent wollen eine Brücke. Aber welche? Die bislang geplante befürworten 28 Prozent. 34 Prozent sind für eine „Brücke mit leichten Veränderungen, um die Unesco umzustimmen“.
Das versuchen Stadt und Land. Am Montag will Ex-Frauenkirchenbaudirektor Eberhard Burger mit seinen Mitstreitern Pläne für einen überarbeiteten Entwurf der Berliner Architekten Kolb und Ripke vorstellen. Er soll schmaler sein, mit kleineren Pfeilern und einem weniger wuchtigen Bogen. Ob das der Unesco reicht, ist unklar.
Klar ist dagegen, dass der Dauerbrenner weiter für hitzige Debatten sorgt. Die evangelischen Superintendenten Peter Meis und Albrecht Nollau sehen bereits den Frieden in der Stadt gefährdet und mahnen zur Versachlichung des Streits.
Und wie tickt die Gegenseite? Auch hier fördert die Umfrage Überraschendes zutage. Die breite Mehrheit der Baustopp-Befürworter (61 Prozent) ist für Umplanungen zugunsten eines Tunnels. Immerhin ein Fünftel von ihnen spricht sich dafür aus, die Bauarbeiten für immer ruhen zu lassen und drängt damit auf eine Null-Lösung am Waldschlößchen. Nur 13 Prozent der Baustopp-Anhänger wollen eine andere Brücke.
Insgesamt schneidet die unterirdische Tunnellösung eher schlecht ab, und das trotz der vergleichsweise großen öffentlichen Präsenz durch den Start eines Bürgerbegehrens. Die Mitarbeiter der Saxophon GmbH fragten am Telefon nämlich, unabhängig von der Haltung zum Baustopp, welche Varianten die Dresdner bevorzugten: Brücke wie bisher, leicht veränderte Brücke, Tunnel oder gar nichts.
Ergebnis: Nur annähernd jeder Vierte (exakt: 24 Prozent) der zwischen Dienstag und Donnerstag Befragten favorisiert einen Tunnel. Satte 62 Prozent wollen eine Brücke. Aber welche? Die bislang geplante befürworten 28 Prozent. 34 Prozent sind für eine „Brücke mit leichten Veränderungen, um die Unesco umzustimmen“.
Das versuchen Stadt und Land. Am Montag will Ex-Frauenkirchenbaudirektor Eberhard Burger mit seinen Mitstreitern Pläne für einen überarbeiteten Entwurf der Berliner Architekten Kolb und Ripke vorstellen. Er soll schmaler sein, mit kleineren Pfeilern und einem weniger wuchtigen Bogen. Ob das der Unesco reicht, ist unklar.
Klar ist dagegen, dass der Dauerbrenner weiter für hitzige Debatten sorgt. Die evangelischen Superintendenten Peter Meis und Albrecht Nollau sehen bereits den Frieden in der Stadt gefährdet und mahnen zur Versachlichung des Streits.







