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Dienstag, 22.03.2016

Zweifel an Wildunfall

Einer der beiden toten Rehböcke in der Nassau wies keine sichtbaren Verletzungen auf.

In der vergangenen Woche wurden zwei tote Rehe am Straßenrad gefunden. Ein Tier war stark verletzt und schon angefressen. Anzeichen dafür, dass ein Wolf den anderen, unverletzten Bock getötet hat, gibt es nicht.
In der vergangenen Woche wurden zwei tote Rehe am Straßenrad gefunden. Ein Tier war stark verletzt und schon angefressen. Anzeichen dafür, dass ein Wolf den anderen, unverletzten Bock getötet hat, gibt es nicht.

© Symbolbild: dpa

Meißen. Der eine Rehbock sei stark verletzt und schon angefressen gewesen, „und der andere ist an Herzschwäche gestorben“? So drückte ein nicht genannt werden wollender Leser seine Zweifel am Bericht über die beiden toten Rehböcke am Sonnabend in der SZ aus.

Ob der unverletzte Bock nicht doch durch einen nicht sichtbaren Wolfsbiss in die Kehle getötet worden sein könnte, lautete die Frage. „Es gab keine Anzeichen auf einen Kehlbiss“, sagte auf SZ-Nachfrage Christoph Egert, der die beiden Tiere vor Ort untersucht hatte.

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Der unverletzt wirkende Rehbock müsse an inneren Verletzungen gestorben sein, erklärte der vom Landesjagdverband zertifiziere Wildtierfachmann. Fehlende Fellstücke seien quasi abgeschert worden, wie es typisch nach einer Kollision mit einem Fahrzeug sei. „Wenn es ein Wolf war, wird gesagt, dass es ein Wolf war und wenn nicht, dann nicht“, erklärte Egert. (SZ/ul)