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Dienstag, 09.02.2016

Winzer ruft Wein wegen Pflanzenschutzmittel-Verdacht zurück

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Meißen. Ein Weinbaubetrieb im Landkreis Meißen hat einen möglicherweise mit Pflanzenschutzmitteln belasteten Müller-Thurgau, Jahrgang 2015, zurückgerufen. „Das geht auf die Eigeninitiative der Kellerei zurück, wir arbeiten mit dem Betrieb dabei zusammen“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Meißen am Dienstag. Das Amt ist auch für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Zuvor hatten die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN) berichtet. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr gehe von dem Wein aber nicht aus, betonte die Sprecherin. Das Mittel Dimethoat darf im Obstanbau, nicht aber im Weinbau verwendet werden.

Erst Ende Januar hatte ein Fund belasteter Goldriesling-Trauben bei einer Kellerei im Kreis Meißen die Runde gemacht. Der Betrieb hatte die Beeren von zwei Lieferanten zugekauft. Der Goldriesling - laut DNN rund 4 000 Liter - lagerte noch in einem Tank im Keller. Nach Angaben des Landratsamtes Meißen sind die Grenzwerte bei dem Wein überschritten, der Goldriesling muss daher entsorgt werden. Derzeit laufen die Kontrollen in weiteren Betrieben, die Ergebnisse werden dem Landratsamt zufolge in etwa zwei Wochen erwartet. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Werner O.

    Weinen aus dem Elbtal habe ich schon immer skeptisch gegeüber gestanden. Soweit nördlich gute Weine auszubauen... Leider war meine Skepsis berechtigt.

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