Samstag, 23.02.2013

Winterdienst: „Wir stoßen langsam an die Grenzen“

Räumen, streuen, schaufeln: Der schneereiche Winter hält die Mitarbeiter des Winterdienstes auf Trab - und macht sich auch in den Kassen der Städte bemerkbar.

Mit einem kleinen Schneepflug wird Schnee von einem Weg im Großen Garten in Dresden geräumt.
Mit einem kleinen Schneepflug wird Schnee von einem Weg im Großen Garten in Dresden geräumt.

©ZB

Dresden. Schnee und eisglatte Straßen halten den Winterdienst in Sachsen in Atem. Allein in Dresden waren die Mitarbeiter bisher an rund 70 Tagen im Einsatz, in der vergangenen Wintersaison waren es insgesamt 54 Tage. Rund 5.500 Tonnen Streusalz wurden auf den glatten Straßen verteilt - doppelt so viel wie 2011/2012. „Der letzte Winter war sehr mild, jetzt pegeln wir uns auf Normalmaß ein“, sagte der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz, der dpa. Rund 1,8 Millionen Euro sind im Haushalt der Stadt für den Winterdienst in dieser Saison vorgesehen - 1,4 Millionen Euro sind schon verbraucht. „Wir stoßen langsam an die Grenzen“, erklärte Koettnitz.

Auch in Chemnitz schlägt der schneereiche Winter zu Buche. Jährlich stellt die Stadt ihrem Reinigungsbetrieb ASR zwei Millionen Euro für den Winterdienst zur Verfügung. „Für 2012 wurde das Budget wegen des starken Winters schon im Dezember überschritten“, sagte Marcus Kropp vom ASR. Allein in diesem Jahr wurden bereits 2200 Tonnen Streusalz auf den Straßen verteilt.

Um Sachsens Autobahnen von Schnee und Eis zu befreien, waren bisher 36.000 Tonnen Streusalz notwendig. «Die Bestände in unserem Lager mussten bereits nachgefüllt werden“, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Isabel Siebert. Im vergangenen Winter waren 20.000 Tonnen nötig. Die Mitarbeiter seien derzeit immer noch im Dreischicht-System tätig. „Das ist für Ende Februar auch nicht alltäglich“, sagte Siebert. (dpa)

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