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Montag, 20.03.2017

Widerstand gegen Neonazi-Demo zumeist friedlich

Bis zu 2 000 Menschen begleiten den Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ mit lautstarkem Protest.

Leipzig. Die befürchteten Ausschreitungen um einen Aufmarsch von Rechtsextremisten in Leipzig sind am Wochenende ausgeblieben. Es gab lediglich vereinzelte Steinwürfe, Knallknörper und Sitzblockaden von linken Gruppen am Rande der Demostrecke. Auch Anwohner schritten gegen Barrikadenbauer ein. Etwa 120 Anhänger der Partei „Die Rechte“ des bekennenden Neonazis Christian Worch waren eine zwei Kilometer lange Strecke zum Bayrischen Bahnhof gelaufen und hatten ihre Demonstration schon nach zwei Stunden beendet. Manche Teilnehmer zeigten den Hitler-Gruß. Bis zu 2 000 Gegendemonstranten begleiteten den Aufzug mit lautstarkem Protest und zahlreichen Kundgebungen in der Stadt. Mehr als 2 500 Polizisten aus mehreren Bundesländern sicherten die Strecke ab und nahmen 14 Personen fest. Wasserwerfer, Räumpanzer und berittene Polizisten wurden aber nicht eingesetzt.

Im Dezember 2015 war es bei einer Demonstration zu schweren Ausschreitungen gekommen, Polizeibeamte wurden beworfen und verletzt, Einrichtungen in der Südvorstadt zertrümmert. Anders als damals ließ Polizeipräsident Bernd Merbitz diesmal wieder Proteste in Hör- und Sichtweite der Aufmarschstrecke zu. Zudem hatte das Rathaus den linken Stadtteil Connewitz als Ziel der Rechtsextremen verboten. Die Entscheidung wurde vom Oberverwaltungsgericht in Bautzen bestätigt. Aufrufe zu Gewaltlosigkeit hätten gefruchtet, stellte ein Polizeisprecher zufrieden fest. (svh)

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