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Montag, 11.04.2016

Theaterwissenschaft an Uni Leipzig bleibt erhalten

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Leipzig. Die ursprünglich von der Schließung bedrohten Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig bleiben erhalten - wenn auch in abgespeckter Form. Die Hochschule richtet zum Wintersemester zwei neue Studiengänge mit jeweils 30 Plätzen ein, wie die Uni am Montag mitteilte. Dagegen soll nicht mehr in die bisherigen Studiengänge immatrikuliert werden. Dort studieren zur Zeit 236 junge Leute.

„Wir haben hier ein sehr gutes Beispiel gefunden, dass aus der Krise heraus eine gute Chance erarbeitet werden kann“, sagte Thomas Hofsäss, Prorektor für Bildung und Immatrikulation. So würden bei den neuen Studiengängen zwei Juniorprofessorenstellen eingerichtet. Zudem werde es Gastprofessuren geben. Bei den bestehenden Studiengängen sollen mit dem Wintersemester von drei Professorenstellen zwei nicht mehr besetzt werden.

Ursprünglich standen die Theaterwissenschaften wegen der Sparpläne der früheren schwarz-gelben Landesregierung auf der Kippe. Dagegen hatte es heftige Proteste gegeben. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. SachsenMueßteKulturinhalteGenerieren

    Das ist kein sehr guter Kompromiß! 30 von wenigen Menschen ausgebildete Theaterwissenschaftler werden kaum eine Kulturindustrie begründen können oder das Spektrum an Theatererzeugnissen wissenschaftlich erfassen und bereichern können. Es wäre besser wirklich die schöpferischen Kräfte des Kulturbetriebes zu erweitern und zu veredeln, damit statt Paukern mehr Macher und Gestalter an einem sich entwickelnden Medien-und Kunstmarkt bewähren können. In der Tat braucht man eher Praktiker, als Archivare oder Rezensenten. Und dann kann eigentlich auch v.a. der gut urteilen, der selbst Praktiker ist. Statt Bücher wälzen, wäre also Umsetzungsgabe beim Filme drehen, Drehbuchschreiben, Cutting, Maske, Schauspielunterricht,Special Effects, Computerspielentwicklung,Interaktive Filme usw., Sprach-und Gesangsunterricht, Tanz, Sport, Charakterstudien, Atemtechniken, Imitationen, Satire, Komposition, Bildlehre,Szenische Gestaltung uvm. wichtig. Sachsen ignoriert einen Riesenmarkt!

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