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Montag, 04.08.2008

Stichwort: Die Neonazi-Organisation „Sturm 34“

Dresden - Die verbotene Neonazi-Kameradschaft „Sturm 34“ wurde im März 2006 im sächsische Mittweida gegründet. Mit dem Titel bezog sie sich auf eine während der Zeit des Nationalsozialismus in der Region stationierte SA-Brigade gleichen Namens. Die Organisation hatte sich laut Innenministerium das Ziel gesetzt, eine - wie es im rechtsextremen Jargon heißt - „national befreite Zone“ zu schaffen. Ihre brutalen Übergriffe richteten sich vor allem gegen Andersdenkende wie Menschen aus dem linken Spektrum und Ausländer.

Laut Ministerium zählten rund 50 Mitglieder zum harten Kern der Mitglieder. Hinzu kamen rund 100 Sympathisanten. Im gesamten früheren Landkreis Mittweida mehrfach Döner-Imbisse angegriffen. Auch über Volksfeste fiel die Schlägertruppe her. Zudem war das Büro der Linkspartei in Mittweida mehrere Male das Ziel von Attacken.Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) verbot „Sturm 34“ im April 2007. Seitdem ist die Zahl der rechtsextrem motivierten Straftaten in Mittweida nach Angaben der Polizei deutlich gesunken. (dpa)