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Mittwoch, 02.12.2015

Steffen Flath soll MDR-Rundfunkrat leiten

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Flath war bis 2014 CDU-Fraktionschef und zuvor Umwelt- bzw. Kultusminister.
Flath war bis 2014 CDU-Fraktionschef und zuvor Umwelt- bzw. Kultusminister.

© Ronald Bonß

Dresden. Der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, Steffen Flath, könnte bald mehr Verantwortung bei der Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks übernehmen. Nach SZ-Informationen soll der 58-Jährige am 8. Dezember zur Wahl zum neuen Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates vorgeschlagen werden, der sich an diesem Tag konstituieren will.

Das aktuelle Vorschlagsrecht für das Amt steht für die kommenden beiden Jahre dem Land Sachsen zu. Dem Vernehmen nach haben sich die sächsischen Rundfunkratsmitglieder bereits auf die Personalie Flath geeinigt.

Im Fall seiner Wahl könnte der frühere Minister und Landtagsabgeordnete, der 2014 freiwillig aus der Politik ausschied, danach auch den turnusmäßigen Vorsitz der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD übernehmen. (SZ/gs)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 15 Kommentare

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  1. Demokrat

    Da zeigt sich wieder die Demokratie - gerade die Medien die oft berechtigt oder unberechtigt unter Kritik stehen sollte einen politisch Außenstehenden als Vorsitzenden des MDR -Rundfunkrates erhalten.Der könnte von einem Bürgergremium vorgeschlagen werden u.sollte auch journalistische Fachkompetenz mitbringen. Nun wird es die berechtigte Kritik geben einmal in der Politik hier Ex-Minister bekommt man immer wieder einen Posten zugeschanzt.Demokratie richtig umgesetzt bedeutet das man nach dem Ausscheiden aus einem Amt selbst nach neuer Arbeit suchen muß .Ein Amt ist ja nur auf Zeit. Naja das war eben mal ein Traum von möglicher Demokratie

  2. HG

    Am Besten gefällt mir das mit der " Verantwortung bei der Kontrolle " - Kontrolle ? Nanu ? Haben "die" vom Montag also Recht ?!!

  3. Wähler

    Gerade Herr Flath, einer der rechtesten CDU-Politiker in Sachsen soll die "Kontrolle" über den MDR bekommen. Da können wir uns auf weitere Jahre Staatsfunk gefasst machen. Aufklärung, journalistische Recherche oder gar Kontrolle der Regierung wird es mit ihm sicher nicht geben.

  4. Zeitgeistkritik

    Wenn ich schon "mehr Verantwortung bei der Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks übernehmen". Kontrolle? Damit ja "nichts Falsches" (was immer das sein mag, vorwiegend vermutlich Kritisches) gesagt bzw. berichtet wird? Wie wär`s denn mal mit einem Blick in den Rundfunk-Staatsvertrag, lieber mdr? Soll der öffentlich-rechtliche Rund- (und natürlich adäquat Fernseh-)funkt nicht "unabhängig" (!) und "überparteilich" (!!!) sein bzw. seine Hörer/Zuschauer informieren??? Von einer wirklich ausgewogenen, diverse Probleme nicht "ausblendenden" Berichterstattung entfernen wir uns doch immer mehr. Und mit einer solchen Personalie ist diesbezüglich wohl kaum mit Besserung zu rechnen. Einst in der DDR kämpften wir für freie Meinungsäußerung... und hofften, dass nach der Wende diese nun anhaltend gewährleistet sein werde. Aber schon bald und mehr und mehr stellte sich Desillusionierung ein. Auch heute wird jede Menge, was irgendwem nicht paßt, unter den Teppich gekehrt.

  5. Roba

    Ist das der Startschuss für die Ablösung der nicht nur fachlich "farblosen" Intendanten - Notlösung Wille? Flath hat wenigstens noch Charakter, Frau Wille hat Garnichts, was dem MDR dienlich wäre.

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